Band 
Fünfter Band.
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Auch erhob sich eine fatalistische historische Schule, verkün-dend, „der Mensch sei das Geschöpf seiner Zeit, die Religionenwechselten, weil sie wechseln müssen, die Ereignisse erfüllten sich,weil sie vorbereitet seien von den vorausgegangenen, eine Epochesei weder zu loben, noch zu beklagen wegen ihres Thuns undDenkens, der Mensch sei nicht verantwortlich für die Meinungen,die er auö seiner Zeit ziehen müsse, wie das Kind sich von derMilch der Amme ernähre." So trostlos und unsittlich auch dieseLehre ist, indem sie den Glauben an den menschlichen Geist raubt,und uns das köstlichste Geschenk deö Schöpfers, die Willensfreiheitabsprechen will, so führte sie übrigens doch dahin, nicht sürder zuglauben, daß die Zeiten von Individuen gelenkt werden, daß, be-vor man die Menschen der Zwanghenschaft und Vergewaltigungbeschuldigt, man erst untersucht, ob sie nicht durch die Verhält-nisse, welche in der That den Willen bestimmen, ohne ihm seineWiderstandskraft zu nehmen, dazu gezwungen wurden.

Ein anderer mächtiger Athlete, dessen Uebertreibungen selbstgenial sind, setzte sich den Zweck, die irreligiösen Philosophenweniger zu prüfen als zu vernichten, zu Boden zu treten; er ver-kündete die Nothwendigkeit des Uebels und dessen blutiger Sühne;nach ihm ist der Mensch ein Werkzeug der Pläne der Vorsehung,welche rücksichtslos hienieden eine Wiedergeburt der Individuen,die ihre Schuld und Verantwortlichkeit sich übertragen, und desganzen Geschlechts verfolgt. Mitten in den blendendsten Triumphender französischen Revolution prophezeite er deren unvermeidlichenUntergang, weil sie keine Grundlage in der Vergangenheit habe.Er sprach den Völkern das Recht der Auflehnung, den Monarchenaber auch zugleich das Recht ab, sich für unverantwortlich zuhalten; damit die Uebergriffe der einen wie der andern nicht ohneHeilmittel und Strafe bleiben sollten, wollte er eine Rückkehr zuden Erinnerungen des Mittelaltcrs, zu einer Zeit, wo eine auSallen Nationen erwählte, jeder Parteilichkeit fremde, von einemwaffenlosen Greise geleitete Versammlung als Organ einer unfehl-baren, weil göttlichen Gerechtigkeit die Kämpfe entschied, unddas gute Recht beschützte. Dieses Philosophen Schule konnte einevon solchen Institutionen regierte Epoche nur bewundern.

kleinerung der Zeichnungen, welcher oft die Beurtheilung entspricht. Fernerder Brüder Boisseree Museum des Mittclalterö; Du 8ominer»rä,les ^rt« uu mo^ci L§e; Ouumont, Uistoiro «ommair« äs I'urelü-teeturo rsUZieuso, eivile st mllitairv 6u mo^en äZe.