Band 
Fünfter Band.
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welche mit Rauls Skandinavien im 5. Jahrhundert verließ, be-mächtigte sich Obcrungamö und legte den Gepiden und Longo-barden Tribut auf-; diese letztem erhoben sich indeß, todterenRauls und schlugen die Hemler derart, daß einige von ihnenden Kaiser AuastasiuS um eine Zufluchtsstätte in Jllyrien barenund die Uebrigen in ihre ursprüngliche Heimarh zurückkehrten.

Bojer.

Das zwischen den Sudeten, dem Erzgebirge und Böhmer-wald liegende Böhmen empfing seinen Namen von den Bösem,die eS ursprünglich bewohnten. Vielleicht sind die Taurisker ausSteiermark und Körnchen und die Scordisker auS Ungarn nurZweige desselben Stammes, wie wir deren auch zu Gergovia inAquiranien, in der Umgegend von Parma, Modem, Ferrara, Bo-logna und in der Franche-Comtö, wo Cäsar ihnen die Nieder-lassung gestattete, finden. Beim Beginn der großen Völkerwan-derung verlassen die Böser Böhmen, vermischen sich mit den Nu-giern, den Herulern und andern Teutonen in Norikum und Viu-delicien und bilden den Bund der Bosowaren oder Bawaren, unterwelchen Namen sie zwischen der Donau und den Alpen, Ems undLech blieben.

Slaven.

Im Augenblick, als die Macht Attila 'S zusammenfiel, er-schienen im Osten Europa's die slavischen Völkerschaften, eineunzählbare Völkerfamtlie, deren Reich sich vom adriaüschen biszum Eismeer, von der Ostsee bis nach Kamtschatka erstreckte undderen Mundart jetzt von 70 Millionen Menschen gesprochen wird.Woher kamen sie? Die Einen lassen sie aus Jllyricn, die Andernauö Chaldäa, Phönizier! oder endlich auS Indien abstammen*).

Die beiden ältesten Historiker der slavischen Völkerschaften sind der MönchNestor von Kiew, welcher gegen 1100 eine Chronik in slavischer Spracheschrieb (gedruckt in Paris 1884), und Elmond, Psarrer von Vosson,der zur selben Zeit etwa eine Chronik von 804—1170 herausgab. Unterden Neuern kann man zu Rathe zich-n:

8 tritt er, üleinori!« gopulorum, t. I, II.

-dsseman», Oaloiularia kloolosieo universev. Itum 1755, t. I, II.

Gebhardi, Gesch. aller wendisch-slavischen Staaten. Halle 1790—94.

Ancon, Versuch über die alten Slaven. Leipz. 1783.

S. Dobrowski, Untersuchung, woher die Slaven ihren Namen erhallenhaben. Prag 1784; Slavin, Prag 1808.

P. I. Schasfarik, Ueber die Abkunft der Slaven. Ofen 1828.