Krol; er gründete und benannte nach sich Krakau und machtevon da aus Sieges- und Raubzüge unter die Franken in Austra-sien. Seine beiden Söhne waren seine Nachfolger; nach demTode des einen und der Verjagung des andern erschien ihreSchwester Wand«/ eine Heldin der Dichtkunst vielmehr als derGeschichte. Weise im Rath/ nicht minder tapfer im Kriege/ wußtesie ihre Person und ihr Reich gegen den Rugierfürsten Rüdigerzu vertheidige»/ dessen Anhänger sie durch den Zauber ihrxr Reizeund Beredsamkeit entwaffnete. Nachdem die stolze Jungfrau/ welcheimmerwährende Ehelosigkeit gelobt hatte/ gestorben war/ begannendie Woiwoden die Theilung Polens wieder/ was im Innern Un-zufriedenheit/ nach außenhin Schwäche erzeugte. Da rettete eingemeiner Kriegew nach Andern ein Goldschmied/ Prz emoSlaw/das Vaterland/ das ihn zum Lohn als Herrscher anerkannte.
Anten.
Von den Slaven des schwarzen Meers haben wir noch öfterzu reden. Wie so viele andere Barbaren verließen sie 527 dasnördliche Dacien und suchten/ vielleicht verbunden mit den Bul-garen / Mösien und Jllyrien heim (563). Später von den Ava-ren unterworfen/ mußten sie lange an deren UnternehmungenTheil nehmen; sobald diese jedoch vor Constantinopel geschlagenworden (626)/ verbanden sie sich mir den Römer«/ um ihre frü-hern Herren von den Ufern der Sau zu vertreiben/ und siedeltensich mit Gutheißung des Kaisers HerakliuS im innern Jllyrienan. Gewohnt/ in Hütten oder Grotten zu wohne«/ zerstörten siealle Städte/ deren sie sich bemächtigten: die Ruinen von Scar-dona/ Narona/ Salona und Evidaurus sind Denkmäler ihrer Bar-barei. Die Einwohner von EpidauruS flüchteten sich auf eineKlippe und gründeten die denkwürdige Stadt Ragusa; ähnlichSpalatro. Diese Städte/ wie auch Tran und Zara/ bezeugtensich gegen den Kaiser von Byzanz unterwürfig; es war ihnen in-deß mit dieser Unterwürfigkeit eben so wenig wie der Stadt Ve-nedig ernst. Ihr Bund bildete später daö von den Morlaken/einem Ueberreste der römischen Bevölkerung/ bewohnte dalmatischeGebiet.
Den ersten Rang unter den illyrischen Slaven nahmen dieChorwaten (Hrowaten) ein, nämlich Gebirgsbewohner, welche umd. I. 620 den Avaren das jeyige Kroatien und das sich vomadriatischen Meer bis zur Sau und zum Lande der Montenegriner