Band 
Fünfter Band.
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saren einen zweiten errichtete/ vor dem jener fallen sollte. ImOrient aber erreichte die durch keine unabhängige Macht be-schränkte Monarchie eine um so größere Wucht/ als der erleuch-tende und aufklärende Einfluß des Christenthums mehr und mehrabnahm.

Es gab hier ferner weder einen Senat mit der Erinnerungan eine frühere große Machtvollkommenheit/ noch sonstige mit demNimbus antiker Berühmtheit umgebene Körperschaften; ebensowenig städtische Institutionen/ welche zur Organisirung einesrechtlichen Widerstandes/ im Falle man dazu geneigt gewesenwäre/ ermächtigten. Während so das Abendland zwischen den sichunaufhörlich wiederholenden Usurpationen/ die eS mit Blut tränk-ten und seinen Ruin herbeiführten / das Schauspiel von hundertBürgerkriegen bot/ erstarrte das Morgenland in der Grabesruhedes Despotismus / der letzten und elendesten Zuflucht gesunkenerNationen.

Wenn die Hand der Despotie von Byzanz auf den bessernGeistern schwer lastete/ so fühlte sie dagegen daS Volk wenig/ weileine regelmäßige Gesetzgebung einen zu fühlbaren Mißbrauch derRechtspflege verhinderte. Die Abgaben waren auf alle Sprossender gesellschaftlichen Leiter gleichmäßig vertheilt und brachten sodem Schatz sehr viel ein/ ohne die Einzelnen zu sehr zu bedrücken.

In solchen staatlichen Verhältnissen hängt Alles von der Haupt-stadt ab und Constantin hatte die seinige in einen so bewun-dernSwerthen Stand gesetzt/ daß sie die Angriffe eines Feindes/besonders der in der Belagerungskunst unerfahrenen Barbaren/wenig zu fürchten hatte. Die uneinnehmbare Beste Mardin auf demMastosberge/ Darä *)/ Nisibis gegenüber/ TheodostopoliS an denQuellen des Euphrat/ Amida/ unweit der Quellen des Tigris/schützten die Gränzen gegen die unruhigen Perser; die Besten vonSyrien und Palästina hielten die Sarazenen im Zaum/ und die18 Meilen lange Mauer/ welche AnaftasiuS von der Propontiözum Euxinos gezogen/ schützte Konftantinopel/ während Justi-nian an den Donauufern achtzig Besten angelegt hatte. Aller-dings hatten die Nachkommen des Arcadius gefährliche Feindein den Persern; allein sie setzten diesen die Araber/ die Jberier/die Armenier entgegen/ lauter Völker/ welche ein Interesse hatten/

Zm Jahr St)7 von Anastasins befestigt und Anastasiopolis genannt.

D. B,