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LeontiuS betrachten, als ihre Köpfe dem Hohngelächter des by-zantinischen Pöbels ausgesetzt wurden. Die Macht Theodorich^Swuchs in Folge dessen; er stammte im zehnten Grade von Augis,einem der Äsen oder Halbgötter der Gothenab*). Diese Nationhatte ihre.Unabhängigkeit nach dem Tode Attila'S wieder er-langt. Es stellten Walamir, Theodemir und Widemir stehan die Spitze der Ostgothen und bildeten in dem fruchtbarenPannonien abgesonderte Niederlassungen. Theodemir versprachdem Kaiser Leo um einen Tribut von dreihundert Pfund GoldFrieden und gab ihm seinen Sohn Theodor ich/ welcher zweiJahre nach dem Tode Attila'S geboren worden, zur Geisel. DerNachkömmling der Amalen wuchs in Constantinopel auf und ver-nachlässigte neben den Unterhaltungen mit gelehrten Personen dieseinem Stamme eigenen körperlichen Uebungen nicht. Obgleicher die Schulen so sehr verachtete, daß er nicht einmal seinenNamen schreiben konnte, suchte er steh doch mit der Regierungs-kunst und den Vorgängen der damaligen StaatSkunst vertraut zumachen.
Der Kaiser, welcher steh die Barbaren mehr und mehr durchEdelmuth und Zutrauen verbinden wollte, schenkte Theodorichin einem Alter von achtzehn Jahren die Freiheit, und da seineOheime gestorben waren, so konnte er als das zukünftige Hauptdieser ganzen kriegerischen Nation betrachtet werden. Er machtesich aber auch dieser Stellung würdig sowohl durch seine kräftigeGestalt und Ausdauer in Ertragung von Mühen, als auch durchdie Siege, welche er bei Belgrad über die Sarmaten, deren Kö-nig er tödtete, davon trug.
Indessen begann es den Ostgothen an Lebensmitteln undKleidungsstücken zu fehlen und sie suchten sich solche dadurch zuverschaffen, daß sie in das Gebiet des morgenländischen Reicheseindrangen und, wie dieß ihre Gewohnheit war, ihre Dienste an-boten oder im äußersten Falle aufdrangen. Ihre ersten Bewegun-gen waren der Art, daß der Kaiser zur Erkaufung ihrer Freund-schaft keinen Preis für zu hoch hielt. Er vertraute Theodorich,welcher seinem Vater in der Regierung so eben gefolgt war **),die Vertheidigung der unter« Donau an und beschenkte ihn, als
*) voina <Io xolioi«. o. 14.
a<>ri>!>,nl>i!8, (!« i'e>>. xetivls e. 52—56; alnlcl>i>, Lxe. lexatp. 78-80.