Band 
Fünfter Band.
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die Wunder des Archime des erneuert und seine Schiffe in Brandgesteckt hätte. In der Verwirrung, welche dieses unerwartete Er-eigniß hervorbrachte, machten die Belagerten einen Ausfall undzerstreuten das feindliche Heer; hierauf wurde ein Vertrag ab-geschlossen; der Kaiser versprach, alle Verfolgungen aufzuheben,MaeedoniuS wieder einzusetzen und sich den etwaigen Beschlüsseneines neu zu berufenden Concils zu unterwerfen. Kaum aberwar er seiner Feinde loS, als diese Wetterfahne die Verfolgungwieder begann: in Syrien allein sollen drei hundert und fünfzigMönche in Folge ihrer Treue gegen die kanonischen Grundsätzedes Chalkedonischen Concils umgebracht worden sein, währendAndere unter Anführung deS Afterpatriarchen SeveruS zu Hun-derten aus ihren Klöstern kamen, um Spitzfindigkeiten und Irr-thümer zu verbreiten *).

Man fand endlich den 88jährigen, völlig blödsinnig geworde-nen Anastasius todt in seinem Bette (518, 0. Juli); erhalte

„Die.Streitsüchtig«! grübelten nämlich stall des vergessenen Henvtikvnverschiedene andere Formeln aus. deren eine klarer, die andere dnnkler denmonophysikischen Irrthum lehrte. Skythische Mönche, Akrimcten (dieseMönche setzten daS Psalmircn Tag und Nacht fort, in mehrere sich ab-lösende Chöre vertheilt, ähnlich etwa wie die später in abendländischenKlöstern üblich gewordene ewige Anbetung. Nm 463 gründete Fl. Stn,dinS, ein vornehmer Römer, zu Constgntinopel das berühmteste Akoi-metenkloster, nach ihm Studium genannt. Für Ketzer erklärte man dieseMönche nicht, wvscrn sie die hypostatische Bereinigung der göttlichen undmenschlichen Natur an Christo zugaben. Vergl. DöllingerS Kirchcn-gesch. Bd. I, S. 151) vertheidigte», als hinge ihr Leben daran, denAusdruck: Einer der hochheiligen Trinität ist für uns am Kreuze gestor-ben! und wollten sich nicht bei der vom Papste Hormisdas umsichtigempfohlenen Abänderung beruhigen t Eine der drei göttlichen Personenhat für uns dem Fleische nach gelitten. Zu Alerandria zankte man sichheftig darüber, ob der Leib Christi körperlichen Affekten wie ein andererund folglich auch einer gewissen Verweslichkeit unterworfen war, ob er-schaffen, oder von Ewigkeit her; ob der Gottmensch während des irdischenDaseins alles gewußt habe, oder ob ihm damals noch etwas unbekanntgewesen sei, und über mehr dergleichen, zum Theil alberne oder vermesseneGrübeleien, welche die Secte der Monvphysttcn in viele Abarten zersplit-tern machten. Dieses auflösende Gift fraß weit nm in den Provinzen,ohne daß leider Rückkehr der Verirrten znr Einen katholischen Wahrheiterfolgte." Dambcrger, Synchron. Gesch. der Kirche und der Weltim Mittelalter. Bd. I, S. v». D. B.