Band 
Fünfter Band.
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gen zu treffen, das Kaiserthum fast ein Jahrhundert lang in Ruheließen.

VaraneS IV regierte Persien 23 Jahre lang mit Ehre, triebdie Türken zurück und schloß mit TheodosiuS dem Jüngerneinen hundertjährigen Frieden; nach seiner Ermordung (440) kamdie Krone auf seinen Bruder Yezdedschird H; bei dessen Tode(457) stritten sich seine beiden Söhne Ormuz und Firuz (Pc-rosuö) um dieselbe. Der letztere gewann mit Hülfe der Hunnendie Oberhand, todtere seinen Bruder und befestigte sich auf demThron durch Grausamkeit; er führte hierauf einen unglücklichenKrieg gegen die Hunnen, die seine Feinde geworden waren.

Balask, sein Sohn, wurde deö Königthums beraubt undgeblendet, weil er sich der Religion der Magier nicht günstig ge-zeigt hatte; man setzte seinen Bruder Kobad (CovadeS) anseine Stelle, dessen Eifer für diese Religion so weit ging, daß erdie Armenier zu ihr bekehren wollte. Diese erheben sich aber,und machen die Magier und die Truppen, welche gekommen wa-ren, sie zu zähmen, nieder. Dieser Verlust, die Grausamkeitendes Fürsten *) und seine Undankbarkeit gegen einen Feldherrn,der ihm gute Dienste geleistet hatte, brachten daS Volk so auf,daß eö Kobad in einen Kerker warf und ZamaSpek an dessenStelle setzte. Aber der Gattin des entthronten Königs, welche

*) Er soll ein Dccret erlassen haben, nach welchem es allen Frauen in sei-nem Staate verboten ward, ihre Gunst jedem, der sie verlangte, zu ver-weigern. Das glaube, wer da will.

Die orientalischen Geschichtschreiber sind um vieles junger, stützen sichaber aus alte Autoritäten. Die wichtigsten sind:

Xior)- den ülassouck, von deut man einige Auszüge in den „Xotieeset extrait« «los mss. »le la bibl. äu im" S. 315—385, t. H sindet.

Nivkonä, wonxat el-saka, oder Garten der Reinheit; im Griech. u. Lar.herausgegeben von F. Willen, Berlin, 1832; und im Französ. vonSacy, Memoiren über die verschiedenen Alterthümer Persiens und überdie Medaillen der Könige der Saffanidendynastic, nebst der Geschichtedieser Dynastie; aus dem Persische» des Myrkond übersetzt.

Ommia a>rliiir, I-ubb it I'av-rriolr, oder Wesen der Jahrbücher; in'öLateinische übersetzt von G. Gaulmrn und Galland, t. XVII desMagazins sür die Gesch. u. Geographie von Vüsching.

Xssemani, Libl. oi'ieiitale, t. III, Llrronoloxia rexum xersarum exelrronaeis s^riae.

G. F. Richter, historisch-kritischer Versuch über die Arsacideu und Saffa-niden-Dynastie. Leipzig, 1801.