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zusammen. Minder streng als Kaiser Honorius/ welcher denRömern die Nachahmung der gothischen Tracht verboten/ trugsich Theodorich in römischer Weift/ um die Besiegten zu ge-winnen/ und verlangte solches auch von seinem Volke"'). DieLongobarden rasirtcn sich den Hinterkopf bis auf den Nacken/nach vorn aber ließen sie die Haare wachsen/ bis sie auf denMund reichte» und theilten sie auf dem Oberhaupte in einenScheitel; Schnurrbart und den Bart überhaupt trugen sie lang/und Einige wollen davon ihren Namen ableiten. Ihre Kleidungbestand in langen leinenen Gewändern mit verschiedenfarbigenRandbesätzen; um die Beine trugen sie Kamaschen von sonder-barer Form und an den Füßen fast bis auf die große Zehe ge-spaltene und mit ledernen Nesteln geschnürte Schuhe **); späternahmen sie den Gebrauch der Schuhe an. In dieser Tracht ließTheodorich sie darstellen auf den Gemälde»/ welche ihre Helden-thaten verewigen sollten und womit die Kirche von Monza aufseinen Befehl geschmückt wurde ***); dieselbe veränderte sich jedochdurch ihr Zusammenleben mit den Italern/ so daß die Späternmit Erstaunen und fast mit Schrecken die Abbildungen ihrerVorfahren betrachteten. Vielleicht verursachte ihre Unreinlickkeitdie als Aussatz bezeichnete/ übrigens ihrem eigentlichen Wesennach nicht bekannte Krankheit. Der davon Betroffene ward ausseinem Hause und der Stadt verjagt / was sich noch als eineMaßregel der Gesundheiispolizei rechtfertigen ließe / aber manging so weit/ diese Unglücklichen als todt zu betrachten und ihnenzu untersage»/ nicht bloß über ihre Habe zu verfüge»/ sondernauch davon ihren Unterhalt zu bestreiten ****).
Die Römer jener Zeit schoren oder stutzten doch den Bart:auch die Haare trugen sie verschieden von der longobardischenWeise. Als/ heißt eS/ unter der Regierung des Desiderius dieLongobarden von Rieti und Spoleto vor dem Papste Hadrianerschiene»/ um ihm zu schwören/ ließ dieser ihnen zuvor Bart und
*) Sidonius I, 1, ex. V sagt, Theodorich habe die Gewohnheit gehabt,aurliiin lexiilas («iout m»8 xontis est) oriuium »upoigacentium Na-xellis operiri.
») Paul. viao. IV, 33.
Vasari, piaoinio alle vite ckei pitturi. Dies beweist gegen ihn selbh,daß die Malerei in Italien nicht untergegangen war.
*"*) Rothar. 1, 176. Wir haben noch in der Folge von den Aussätzigen zureden.
Caiiru, Weltgeschichte, v.
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