Band 
Fünfter Band.
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fast alle Frauen angehören; wir erwähnen Theodor«/ Frede-gund, Amalasuirita, Clotilde, Radegund/ Bertha,die Mutter Karl d. Gr. Es ist noch nicht lange her/ daß manbei Bourg daS Schloß Brunehilden'S/ bei Tournay den Bru-nehildöfelsen, bei EtampeS einen Thurm und bei Cahors eineBurg zeigte/ die ihren Namen trugen; in Belgien schrieb manihr römische Straßen zu/ gleich wie in der Lombardei das Volkder Königin Theodelinde Thürme/ Kirchen/ Schlösser zuschreibt.Ebenso wird auf Frauen die Bekehrung der neuen Reiche zumChristenthum zurückgeführt/ zur Veranschaulichung und Bethäti-gung der ungeheuren Gewalt/ welche tugendhafte Schönheit aufPhantasie und Gemüth der Starken ausübt *).

Zwölftes Kapitel ").

Die Kirche und ihre innere und äußere Verfassung.

DaS Verschwinden der apostolischen Armuth war wohl einenothwendige Folge der Einsetzung und Anerkennung der Hierar-chie / aber mit jenem Verschwinden war eine Einbuße von derursprünglichen Inbrunst/ Reinheit und Unabhängigkeit verbunden.Im Anfange lebte der Klerus von den dem Altare gemachten Ge-schenke»/ die er mit den Armen theilte. Erst von der RegierungConstantin'S an konnten die Kirchen und religiösen Gemein-schaften Grundstücke besitzen und Legate annehmen. Constanrinselbst wies der Basilika zu den heiligen Aposteln reiche Einkünftean (321) ; mehreren andern Kirchen wurden die biöheran für denheidnischen Kultus bestimmten Güter zugewiesen/ viele erhieltenauch einen Theil der Gcmeindegüter/ so daß bald eine jede Ka-thedrale Grundbesitzerin war. Hierbei zeigte sich die Frömmigkeitder Laien nicht immer weift/ weil sogar mitunter notbleidcnde

Wer dächte hier nicht an daS 8anolum et pioviäum, das Heilige undAhmmgsreichc, welches schon nach Tacilns' Ansspruch in, Wesen ger-manischer Frauen liegt. D. B.

") Dieses Kapitel leitet uns Iheilweise wieder in die Schlnßpcriode des Al-terthums zurück. Man vergl. die Bemerkung am Schlüsse des t7. Kar.des 7. Buches (IV. Bd. S. V87). D. B