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Verwandte enterbt wurden, um die Fürbitte von Priestern undMönchen zu gewinnen *). Dieses ging so weit, daß Valentin 4dem Klerus verbot, Legate von Frauen anzunehmen, später wardüberhaupt Priestern und Mönchen das Erbrecht genommen, wasden heiligen Hieronymus zu der Aeusserung veranlaßte, ihnschmerze nicht das Verbot, aber wohl, daß es verdient sei. AlleVater erhoben ihre Stimme gegen die in dieser Hinsicht einge.schlichenen Mißbrauche, namentlich der heil. Chrysoftomus, undder heil. Augustinuö wies mehrere seiner Kirche gemachte Ge-schenke zurück.
Da die Geistlichen aus fleischlicher Schwäche die für denDienst der Kirche erhaltenen Güter ihren Verwandten hinterlassenkonnten und hiedurch die Frömmigkeit der Gläubigen oft zuneuen Schenkungen genöthigt war, nahmen die Kaiser den Prie-stern daS Recht, testamentarisch über die erhaltenen Güter zu ver-fügen. Die Folge war jedoch nur, daß die geistlichen Güter, vondenen nichts veräußert und abgetreten werden durfte, übermäßiganwuchsen, darum konnte auch der Präfekt PrätextatuS äußern:Macht mich zum Bischof von Rom, und ich werde Christ.
Uebrigens wurden diese Reichthümer aufs Beste verwendet;sie dienten zur Unterstützung der Armen, zur Erbauung von Kir-chen, zur Erhöhung des Glanzes der Kultceremonien, zur Erhal-tung der Seelsorger in armen und fernen Gegenden; sodann ge-währten sie auch den Vortheil, die Ernennungen der Priester undBischöfe unabhängiger von den Laien zu machen.
Hiedurch ward auch der Einfluß der Laien auf die geistlichenAngelegenheiten immer geringer. Allmälig verschwand der Ge-brauch, ihre Zustimmung bei der Weihe der Priester zu verlangen,wenn auch die Namen der Candidaten immer noch veröffentlicht
') Ein hartnäckiger Heide und ein frommer Christ stimmen hierin überein:Zosimns (VIII, II und 12) nennt die Mönche Iiomines xai-iiin rei-pudlioa« ntiles, rj»i, äum omnin se c»>n xrmperilrus evininunivnre ck>-eunt, picro^us nä pnupcrtntein reäixunt. Prudcntius stngk:Kuooessor e.vliaeres xemit,
Hnnctis eKens pnrentilius;
Uneo oeeuluntur abäitisLoolesiarum in anxnlis,
Lt summ» piets« oreiiitur?iu6nre äulces lidorci«.
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