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Füße/ und am Charsamstag ertheilte ihm der weiß gekleidete undnoch nüchterne Bischof die heil. Taufe. Zuerst in einem gewöhn-lichen Bade gereinigt/ kehrte sich der Neophyte gegen Abend undsprach die vorgeschriebenen Abfassungen / wandte sich dann gegenOsten und versprach/ der Sonne der Gerechtigkeit zu folgen*);nachdem ihm hierauf Brust und Schultern gesalbt worden/ legteer sein Glaubensbekenntniß ab/ und begab sich in das Taufwasser.
> Die assistirenden Geistliche«/ gleichfalls in weißer Kleidung/ tauch-ten ihm dreimal das Haupt unter/ hierauf goß der Bischof daSTaufwasser mit der rituellen Formel über ihn aus und begrüßteihn mit einem Kusse als Neuchristen. Ein anderer Priester salbteihm das Haupt mit dem heil. Chrisma **)/ legte ihm den weißenSchleier an und krönte ihn zuweilen mit Blumen/ Myrthen oderPalme»/ worauf er ihm die Füße wusch. Alsdann gab ihm derBischof eine Kerze in die Hand / und er empfing den Leib unddas Blut Jesu Christi (die Kinder nur daS Blut)/ hierauf Milchund Honig/ oder Wein und Milch und zehn Siliquen ***). Indiesem Augenblick ward der Anfang des Evangeliums deö heil.JoanneS angestimmt und der Sekretär trug den Neophyten in dieListe ein. Der ganzen Handlung wohnten Pathen als Bürgenfür seinen Glauben und sein Betragen bei; deren waren zuweilenmehrere für einen / zuweilen aber auch nur einer für mehrereTäuflinge. Die Jungfrauen hielten über das Taufbecken die vonihnen adoptirten Waisen. Während 8 Tagen enthielt sich derNeuchrift der Vergnügungen und geselligen Zusammenkünfte/ wohnteder Messe/ Predigt und Communion bei und trug eine Binde überdie Stirne zum Schutze des ChriSma. Nach Verlauf einer Wochelegte er das weiße Gewand ab/ bekleidete seine Füße wieder (viele
das Täselein zurückgab, von welchem er das Oi-eäo gelernt hatte, unddas man nicht in profane Hände kommen lassen wollte.
In m/steriis prinuiin renuneiainus ei gui in Oeeiäente est, nvbisgueinaritur euin pooeutis; et sie versi ack Orientem, xnotum iniimis enmso!« snstitiae, et ei servituras nas esse proinittiiniis. 8. Hieran.6omni. in /Imos. e. S.
**) Diese Salbung war nicht allgemein und blieb der orientalischen Kircheunbekannt.
Nach Einigen waren dies Geldstücke, nach Andern Früchte vom Johannis-brodbaum oder dergl. Mass ei (t. VI, Observ. a,t. 1.) glaubt, esseien Nachahmungen von Münzen in Wachs gewesen. Vielleicht warenes axuns Lei.