Band 
Fünfter Band.
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Neophyten ließen nach der Fußwaschung bei der Taufe die Füßeunbekleidet) und empfing den Segen.

Firmung.

Auf die geistige Wiedergeburt folgte die Mittheilung des heil.Geistes durch die Firmung/ welche der Bischof vornahm/ indemer dem Ftrmling die Hände auflegte und ihn mit dem heiligenChrisma salbte. In dringenden Fällen konnte auch der einfachePriester dieses Sakrament spenden.

Nur zu Ostern oder Pfingsten wurde das Sakrament derTaufe gespendet. Die Baptiftcrien mußten geräumig sein/ dennin dem Baptifterium der Sophienkirche zu Constantinopel wardein Concil abgehalten. Im Mittelalter wurden deren mehrerenach antiken Mustern gebaut. Zu den bemerkenSwerthesten ge-hören daö zu Pisa in runder Form/ das zum heil. Joannes inParma/ achtseitig nach Aussen und sechszehnseitig nach Innen/dessen Bau im Jahr 1195 von Bened. Antelmano begonnenund um 1260 vollendet wurde/ daö zwölfseitige M Canosa u. a.

Encharistie.

Unter dem „täglichen Brod" im Vaterunser verstand man daseucharistische/ welches deßhalb alle Tage oder wenigstens so oftgenommen wurde/ als man das Opfer feierte. Nachdem der frommeEifer der ersten Zeiten etwas erkaltet war/ sprach man zuerstüber diejenigen/ die drei Sonntage nach einander/ und endlich im6. Jahrhundert über diejenigen/ welche nicht wenigstens dreimalim Jahre/ zu Ostern/ Pfingsten und Weihnachten/ die heil. Com-munion empfangen würde«/ die Verdammung aus. Bis zum vier-ten Jahrhundert ward die Eucharistie unter den beiden Gestaltendes Brodes und Weines in Gefäßen oder Ciborien aufbewahrt/welche zuweilen die Gestalt von Tauben hatten und schwebendüber den Altären angebracht waren. Die Katechumenen und dieseiner Unwürdigen empfingen anstatt des heil. Altarssakramentesdas geweihte Brod. Man nannte Eulogien- gewisse nach demheil. Opfer in den Kirchen vertheilte und dem Altare von denGläubigen dargebrachte geweihte Brode; man machte daraus diezu consecrirenden Hostien / welche demnach ursprünglich wohl ausgewöhnlichem Brod bestanden *). In einigen Kirchen haben steh

s) „Du sagst vielleicht: Mei» Brod ist gewöhnliches Brod; und in der Thatist es vor den sacramentalen Worten Brod; nach der Consecration jedoch