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Die Prozessionen- welche ehedem ausgezogen waren, umden Zorn Mincrvens zu beschwören oder um zu Elcusis derjenigenzu huldigen, welche die Menschen den Anbau des Getreides ge-
Glocken am Mausoleum Porse Nilas, die man im Winde weithin ver-nahm (Nist. nat. XXXVI, 13). Zn Rom hatte man Glocken, nm dieZeit für das Baden anzuzeigen: IVääe pil»m, sonst ses tüerinsrnm,Nsrt., epixr. XIV. Die Priester der Kybeke bedienten sich der Glocke».Luc. Syr. Göttin. Angnstus ließ rings um die Kuppel des kapito-linischen Jnpitertempels kleine Glocken anbringen. Sneton. Oet. Aug.Porphyr ins erzählt, daß gewisse indische Philosophen sich beim Klangeiner Glocke zum Gebet und zum Mahle versammelt hätten, ve sbsti»-sniiii. IV.— Die Glocken waren daher bekannt, ehe Rnfns FestnsAvicnus sie im 4. Jahrh, nnlss, Andere sie im 8. eampsuse nannten.Vielleicht erhielten sie diesen Namen von Gießereien in Campamen, diebesonders gutes Metall lieferten, oder auch, was jedoch unwahrscheinlicher,nach einem geschickten Gießer, Namens Campus. Als die Kirche deslebendigen Gottes nur in der Vergessenheit Sicherheit finden konnte, wer-den unzweifelhaft die Christen sich der Glocken nicht bedient haben. Eswird start ihrer der Klappen erwähnt, und der Gebrauch derselben in derCharwoche, für welche die ältesten Riten beibehalten worden, könnte dar-auf hindeuten; aber selbst dieses Instrumentes konnte man sich in denZeiten der Verfolgung nicht bedient haben. Ursprünglich verkehrten dieGläubigen mit einander von Haus zn Haus, mit der Schnelligkeit undden Mitteln, die stets den geheimen Gesellschaften zu Gebote standen.Baronius, F. Bernardin, die Verfasser des Rituals v. Bcanvais,(1637) behaupten, die Glocken seien zur Zeit Constantin's eingesührtworden, wofür jedoch kein Zeugniß eines Zeitgenossen anzuführen rü.Andere schreiben dem heil. Paulinus v. Nola, wenn auch nicht dieErfindung, so doch die Einführung, Andere wieder diese dem Papste Sa-biniau» dem Nachfolger Gregor d. Gr. i. I. 604, zu, können jedochdiese Meinung mit keiner Autorität belegen. Gregor von Toursweist auf die Glocken hin, wenn er von Gregor, Bischof v. LangreS,sagt: tlammata sixno, ssnetus Lei, siout rsliglli, »4 ollioium äomi-uieum eonsurAsbst, nnd von Nlcetas, Erzb. v. Lyon: yuoä Presby-ter suckiens, ssssit sixnnm sä vixiliss ovmmovsri (äs Vitis I'k'L. 7, 8), sodann in der Gesch. der Franken (III, 15): Uum per pls-tesm prseterirent, sixnum sä instinss motum est. Die Kritiker stim-men darin überein, daß sixnum Glocke bedeutet; demnach wäre ihreraber auch bereits in den Regeln des heil. Cesarius v- Arles, des heil.Bencdikt und des heil. Aurclian Erwähnung geschehen. Ein Capi-tular Karl d. Gr. (v. I. 789) sagt, daß eloecse non sunt bsxtmsnäse.
Alles Bisherige betrifft jedoch nur das Abendland, denn im Orientkamen die Glocken nicht vor dem 8. Jahrh, in Gebrauch. Dieses gehtaus dem Buche der Wunder des heil. AnastasiuS (s- 687) und aus