Band 
Fünfter Band.
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Tode bereits 400 Mönche zählte/ beigesetzt *). — Die Unruhenin Bayern durch Herzog Hugiberts Ableben und das Heran-stürmen der Avaren (737), welche die alte Metropole Lorch zer-störten/ so daß Bischof Vilvilo nach dem festen Castcll Passauseinen Sitz verlegte/ bekümmerten Bonifacius und er ließ sichvom Papste beauftragen/ die kirchlichen Verhältnisse Bayerns zuordnen. Der heil. Willibald berichtet: „Von Herzog Odilo(dem Vorgänger Hugiberts) eingeladen/ führte im Jahr 739Bonifacius den schon vorher gefaßten Entschluß aus/ besuchteBauern und blieb viele Tage daselbst; das Wort Gottes predigendrief er die Mysterien und Heilsmittel der wahren Religion wiederin's Leben/ die Verwüster der Kirche aber und Vcrderber des Volksvertrieb er; denn einige hatten sich fälschlich die bischöfliche Wurdebeigelegt/ andere priesterliche Aemter übernommen und dem Volkeallerlei vorgespiegelt." Unterstützt vom gutgesinnten Herzog wiesnun der Legat alle Bayern an vier rechtmäßige Bischöfe: Rcgens-burg erhielt Gavibald/ Freising des heil. Korbinian BruderErenbrecht (Erembert) und Salzburg den kürzlich auS Salz-burg gekommenen Joannes zum Bischofs)/ während Vilvi lo,der aber bald starb/ einstweilen für Lorch Paffau zum Sitz behielt.Im I. 740 entstand noch ein weiteres bayerisches BiSthum zuEichstätt im Rordgau/ zu dessen Begründung Graf Suitger(Schwciker) daselbst einen ziemlich großen Landstrich an derAltmühl herschenktt/ und wo der heil. Bonifacius den aus demKloster Monte Cassino gekommenen Schwestersohn Willibald

Umer den wenigen, bis jetzt erschienenen Ausgaben seiner durch Würdeund klare Einfachheit sich auszeichnenden, für die politische, wie für dieKirchen- und Kulturgeschichte seiner Zeit überaus wichtigen Briese istdie beste von Würdtwein, Mainz, 1788. Eine nothwendige kritisch«Ausgabe ist in Pertz, Monum. Nist. xeim. zu erwarten. Daselbst auchseine Lebensbeschreibung von seinem Schüler Willibald und dem MönchOthlo- Die neueste und auch vorzüglichste Monographie über den Hei-ligen ist: Setters, Bonifacius. der Apostel der Deutschen, Mainz.1845. D. B.

**) Der heil. Emineran. ein Franke, fand den Martertvd zu Regensburg(654), als er den Avaren die Heilsbotschaft verkündete, worauf sich aufVerlangen Theodosius III der heil. Rupert unter diese Wildlingeverfügte und über den Ruinen des alten Uuvavinmim eine Kirche erbaute,aus welcher später die Stadt Salzburg erwuchs, an welche unter Karld. Gr. die Metropolitanwürde von Lorch-Paffau überging. Frcising istgleichfalls (7l8) vom heil. Corbinian gegründet. D. B.