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für's erste einem kleinen Kloster als Abt vorsetzte; 741 consecrirreer ihn zum Regionarbischof/ und 745 wurde Willibald mitWillen und Verlangen des Fürsten Karlmann zum eigentlichenBischof in Eichstädt aufgestellt, der Sprengel jedoch glaublich da-mals schon mit der Metropolit Mainz verbunden *).
Aller Orten, wo stch das Christenthum ausbreitet, wird dieBrüderlichkeit zwischen den Menschen anerkannt, die Sklavereigemildert **); der Gedanke an ein zukünftiges Leben erhebt dieGefühle, macht die Menschen sorgsamer in der Ausübung ihrerPflichten; das Verlangen, die heiligen Schriften zu verstehen,macht sich bald geltend, und somit auch das Bedürfniß nach Un-terricht : der wissenschaftliche Eifer wird geweckt. Die Kinder derVornehmen, in den Klöstern erzogen, erhalten daselbst einige Be-griffe von Lebensart; das Volk lernt von den Mönchen die Land-wirthschaft und nützliche Fertigkeiten, wird in ihren Schulen anOrdnung und Demuth gewohnt. Uebkchaupt werden wir begreifen,wie groß das Verdienst der Kirche bei der Bekehrung der ger-manischen Völker war, wenn wir der Veränderung gedenken,
*) Diese Abschweifung über die alten bayerischen' Bisthümer nach Dam-it erg er. Syuchrvnistische Gesch. :c., Bd. II, S. 272 u. ff. D. B.Bergl. üben. — „Unabläsflig arbeitete der Klerus an Verbesserung desLooscs der Sklaven, und ihm allein gebührt das Verdienst, daß endlich— freilich sehr spät — das göttliche Recht den Sieg errang. Wenn jesonst, bewies durch ihre Sorge für die unterdrückten Klassen die Völker-inmter Kirche ihren himmlischen Ursprung. Weltbekannt ist, daß, so weileine christliche Literatur hinaufreicht, Kleriker und insbesondere Mönchegegen den Mißbrauch der Sklaverei gesprochen, geschrieben, gearbeitethaben. Die alte Welt brach zusammen; germanische Reiche entstanden:die Knechtschaft von Millionen blieb. Die Häupter des Klerus warenLandstände geworden, saßen im Rathe unserer Könige. Hier erneuertensie ihre Anstrengungen für das Wohl der Unterdrückten: aber unüberseh-bare Anstrengungen thürmten sich dem Ziele entgegen, das sie erstrebten.Die ganze Verfassung der Gesellschaft, die Ordnung des Landbesitzes, dieThatsache, daß Kampf und Eroberung die neuen Staaten gegründet hatte,der völlige Mangel freier Gewerbe ließ eine schnelle oder durchgreifendeAbschaffung der Sklaverei nicht zu. Eine solche Maßregel hätte das Uebelnoch ärger gemacht, eine unübersehbare Umwälzung herbeigeführt. Nurlangsam, Zug um Zug, Stein um Stein, konnte ein besserer Bau derGesellschaft zugerichtet werden. Diesen Weg schlug der christliche Clerusein." Feuilleton-Artikel der „Deutsch. Volkshalle". Nro. 158. 1851.
D. B.