Band 
Fünfter Band.
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wie das Gold im Schmelztiegel, sondern eher dem weichen Wesendes Bleies verwandt, in ihren Werken sich noch als Kinder derWelt bekennen und Gott mit der Tonsur belügen. Man findet siezu zweien oder dreien oder auch in größerer Anzahl, ohne Vor-steher, nicht mit der Heerde deS Herrn, sondern lediglich mit ihremeigenen Wohl beschäftigt. Sie machen sich ein Gesetz nach Will-kür , erklären für heilig, was ihnen in Gedanken oder aus dieLippen kommt; was ihnen nicht ansteht, das behaupten sie, seinicht erlaubt. Die vierte Klasse besteht aus gewissen Herumftrci-chern (KvrovrtAi), welche während ihres ganzen Lebens 3 oder 4Tage verschiedene Zellen in verschiedenen Provinzen bewohnen,ruhelos umherschweifen, nur für Vergnügen und Schleckeret Sinnhaben und in allen Dingen noch schlimmer als selbst die Sara-hatten sind und eine Lebensweise führen, über die zu schweigenweiser als zu reden ist. Wir werden es daher mit Gottes Hülfeunternehmen, der so mmhigen Gesellschaft der Eönobiten Regelnzu geben. Indem wir eine Schule zum Dienste deS Herrn auf-richten, hoffen wir, nichts Strenges oder Schwieriges vorgeschrie-ben zu haben, aber fände man nach der Eingebung der Billigkeiteinen zu dornenvollen Weg vorgezeichnet, um das Laster zu bessernund die Menschenliebe zu erhalten, so möge dies doch kein Grundsein, die Bahn deS Heiles zu fliehen; im Beginn zwar ist sieenge, aber je weiter man fortschreitet im regelmäßigen Leben undim Glauben, desto weiter wird u«S das Herz und endlich gewährteS eine unbeschreibliche Wonne, den Pfad der göttlichen Gebotezu befolgen."

Gar Viele, und nicht bloß Protestanten, können nicht andersals bei der bloßen Erwähnung von Klöstern und Mönchen anTrägheit und Müssiggang denken; diese mögen sich merken, daßin einer Zeit, wo der Müssiggang in Ehren stand, die Arbeitaber verachtet war, Benedicr seiner Gemeinde die Thätigkeitals eine Pflicht auferlegte. „Der Müssiggang ist der Feind derSeele, darum sollen die Bruder zu gewissen Stunden sich mitHandarbeiten, in andern mit erbaulichen Lesungen beschäftigen.Von Ostern bis zu Anfang Oktobers sollen sie von des Morgenszur ersten (prima) bis zur vierten Stunde arbeiten, von der vier.ten bis zur sechsten der Lectüre obliegen, nach der sechsten mögensie, wenn sie vom Mahle sich erheben, der Mittagsruhe in ihrenBetten pflegen; will einer von ihnen lesen, so möge er dabei be-dacht sein, die Ruhe der übrigen nicht zu stören. Eine halbe