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Stunde nach der 8. wird man die None sagen und sodann biszum Abend arbeiten. Wenn die Unfruchtbarkeit des OrteS, dieNothwendigkeit oder die Erndte ihnen eine beständige Thätigkeitgebieten/ so mögen sie darob unbekümmert sei»/ denn diese sindwahre Mönche, welche, nach der Väter und Apostel Weise, vonihrer Händearbeit leben; indessen geschehe, aus Rücksicht auf dieSchwachen, Alles mit Maß. Von Anfang Oktober bis zur Fastesollen sie bis zur zweiten Stunde, wo man die Terz singt, derLeetüre obliegen, und hierauf möge ein jeder die ihm zugewieseneArbeit thun. Beim ersten Schlag der None sollen sie die Arbeitunterbrechen und in Bereitschaft sein für den zweiten. Nach demMahle sollen sie lesen und Psalmen recitiren *).... Zwei oderdrei ältere Bruder sollen die Runde machen, während die klebri-gen mit Lesen beschäftigt sind, damit keiner sich dem Schlummeroder müssigen Geschwätz hingebe, die an sich unnütz sind und dieAndern zerstreuen. Wird einer in solcher Weise betroffen , werdeer ein- oder zweimal verwarnt, und bessert er sich nicht, werdeer, zum abschreckenden Beispiel für die Ucbrigen, der in der Re-gel vorgeschriebenen Correction unterworfen. Am Sonntag sollenAlle, ausgenommen die für verschiedene Verrichtungen Bestimm-ten, der Lectüre obliegen. Demjenigen, welcher aus Nachlässigkeitoder Faulheit nicht fähig ist, zu lesen oder zu meditiren, soll irgendeine Arbeit aufgegeben werden, damit er nicht unnütz sei, dochnehme der Abt Rücksicht auf die Schwäche."
In solcher Weise war die Zeit der Mönche vom Morgen biszum Abend ausgefüllt. Ihre Arbeiten bestanden in der Urbar-machung der Gegenden, in welchen ihre Klöster lagen, im Aus-trocknen von Morästen, Ausrotten von Wäldern, überhaupt imBetreiben und Lehren der Landwirthschaft; später schrieben sieauch Bücher ab, so daß wir ihnen hauptsächlich die Erhaltungder Klassiker verdanken **). Die Hebung des Ackerbaus war der
In diesen! Horarium. ist nur für die Sonntage eine Zeii zum Anhörender h. Messe festgesetzt.
„Dies war aber ein Hauptabsehen des heil. Benedict, Wüsteneien zumltiviren, und hierin unterschied sich sei» Mönchthum wesentlich bvn demorientalischen. Die Mönche mußten den Boden anbauen, nicht blos sich,sondern auch Andere zu nähren, ihre Klöster erhoben sich als die erstengroßen landwirthschaftlichen Anstalten, und welche die Sache klüger an-griffen, als die gepriesenen der s. g. rationellen Landwirthschast unsereraufgeklärten Tage. Der so hochwichtige christliche Bauernstand hatte hier