Band 
Fünfter Band.
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hcil. Germanus, des Bischofs von Capua, und verkündigte eSden Brüdern. Auch den eignen Tod sagte er vorher. SechsTage vorher ließ er sein schon längst bereitetes Grab öffnen; amTodestage selbst ließ er sich von den Brüdern in die Kirch ebrin-gen, die heil. Sakramente reichen, und gab aufrecht stehend mirerhobenen Händen und unter Gebet den Geist auf (21. März 543).Um 653, behaupten die Franzosen, wurde der schon in Wundernleuchtende Leib des heiligen Abtes von Monte Casstno nach Frank-reich geflüchtet und im Kloster Fleurp, daher nun 8nint Ueuoit8ur t^oirs genannt, mit großer Feierlichkeit beigesetzt *).

") Erst lange nach seinem Hinscheiden wurden hie und da Mönche ordinirt,er selbst hatte die Priesterweihe nicht empfangen. Er verordnete: „Wennein Priester Aufnahme Lei euch verlangt, erfüllet dieses Verlangen nichtzu rasch; besieht er dennoch daranf, so habe er in allen Stücken diePflichten der Disciplin zn erfüllen." Papst L e o d. Gr. wollte den nichtordinincn Mönchen das Predigen nicht erlaubt wissen, und es ward,wenigstens in Rom, bis ists 6. Jahrh, daö Verbot strenge aufrecht erhal-ten. Bvnifacins IV und sein zu Rom 6iv gehaltenes Concil setztenfest, nachdem die Benedictiner als Glanbensboten der Kirche die herrlich-sten Dienste geleistet, daß die Mönche zu allen priesterlichen Funktionenund namentlich zur Ansspendung des Bußsakraniemes befähigt seien, welcheAnordnung als ebenso folgenreich wie heilsam sich erwies, denn in denwenigsten Ländern genügte der Weliklernö allen geistlichen Bedürfnissen,und namentlich als Prediger haben in der Folge die Mönche überausGroßes geleistet znr Hebung der Sittlichkeit in den untern Ständen.(Wir erinnern hier an die, wenn gleich einer spätern Zeit angehörendenReiseprediger aus den Mendicantenorden, namentlich an den berühmtenBruder Berrhold). — „Jetzt gewann der Orden des heil. Bcnedicteine weit erhabenere Gestalt und einen weit größeren und gesegneterenWirkungskreis... . Durch geraume Zeit waren diese Ordensmänner, manmöchte fast sagen ausschließlich, das größte Salz der Erde. Wer trug dieLeuchte des Glaubens zn den heidnischen Völkern, den Alemannen, Thü-ringern, Bayern, Sachsen, Slaven, Normannen, Dänen, Schweden?Benedictiner! — Wer reiteie die besseren Schriften des heidnischen undchristlichen Alterthums vor dem Untergänge? Die Benedictiner! Werüberlieferte, da die Barbaren nichts verstanden als Zerstören, und kaumein Gewerb, viel weniger eine Schule, Gnade vor ihren Augen fand, derarmen Nachwelt nützliche Kenntnisse der verschiedensten Art? Die Bene-dictiner! Wer ertheilte dem heranwachsenden Geschlecht guten Unterrichtund nährte das Licht, daß es nicht völlig erlosch in der grausen Finster-niß? Die Benedictiner! Wer bildete endlich die wildesten Bölkcrstämmeund erzog aus ihnen in großer Anzahl Heroen der Tugend und Weisheit,deren Tugend strahlet durch alle Jahrhunderte, deren Größe nur die