Band 
Fünfter Band.
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Die Regel des heiligen Columban.

Eine strengere Regel gab der heil. Columban (Vergl. obenKap. IX). Der Mönch lebe unter der Zucht eines Einzigen undin der Gesellschaft von Viele»/ um von jenem die Demuth/ vonLiesen die Geduld zu lernen. Täglich solle er fortschreiten/ täg-lich beten/ lesen/ arbeiten. Die spärliche Mahlzeit werde am Abendeingenommen. Nicht nur der Besitz/ sondern selbst das Verlangennach überflüssigen Dingen ist verboten. Nicht eher/ als bis ervor Müdigkeit umsinkt/ suche der Mönch das Lager/ und erhebe

Himmel ermessen und in allen Geschlechtern nur wenige erreichen können?Die Benedictiner! Glieder des Ordens selbst sind so viele von der Kirchefür heilig erklärt worden, daß man sie schwerlich zählen kann, und wasist das in Vergleich mit den unberechenbar Vielen, welche in ihrer stillenZelle unbemerkt von der Welt Gott mit größtem Eifer dienten, nnd einehohe Stufe der Tugend und Heiligkeit errangen!" Damberger,A. a. O. Selbst ein Protestant, Joh. v. Müller, ruft staunend aus:„Es war die schöne Zeit erster Einfalt, worin die Schüler S. Benedictsden wilden Berg urbar machten; von ihrem Kloster sind alle in ganzAbendland Kolonien; aus ihrem Orden sind 28 Päpste, 200 Cardinäle,1600 Erzbischöfe, 4000 Bischöfe, 16,000 Aebte und eine Schaar canoni-sirter Heiligen entsprungen; endlich hat er durch ewige Verdienste um dieWissenschaften die Ehrfurcht auch derer verdient, welche seine Religionnicht verehren." — Das Sluxmim vlironieon liolxionm (»p. kisto^rium, 8oriptores rerum xormnnionrnm, vol. III.) berichtet, daß Jo-hann XXII im 14. Jahrh, constatiren ließ, wie der Benedictinerordenbereits 24 Päpste, 183 Cardinäle, 1484 Erzbischöfe, 1502 Bischöfe,15,070 Aebre, 5555 Heilige zählte nnd wie es znr Zeit des Concils vonConstanz 15,007 Klöster dieses Ordens gegeben, deren jedes wenigstens6 Mönche zählte. Und unter diesen, welche so Mancher für unwissendeMüssiggänger erklärt, entdeckte der eine die Bewegung der Erde, erfindetder andere die Uhr zur Messung der cauonischen Stunden, ein dritter dasPulver, ein vierter die Windmühlen. Wir cilirten oben den Aussprucheines Protestanten, aber selbst die Encyklopädisten mußten anerkennenwas Europa diesen Mönchen verdankt, so Voltaire, ILssni snr losmoeurs etc. 13S. Hirtinn. xlrilosopü. bei den Worten /Ixoonl^pse undKiens äo I'Lxliso. Das Leben des heil. Benedict ist beschrieben vomheil. Papst Gregor I (vinlox. lib. II), selbst ein Benedictiner, der esvon den Schülern des Heiligen, Constantinus, ValentinianuS,Simplicius und Honoratus erfahren; in Anbilloni! (gleichfallsein Benedictiner), Xnnnlos Orä. 8t. Koncil, in der krneknt.; auch inLnIInnil. clctn 8. 8. ,n. ülni'tii, t. III. Nicht nur die Gelehrsamkeit,auch die Kunst zur Zeit ihrer schönsten Entfaltung verherrlichte den be-rühmten Orden und seinen heiligen Stifter. D. B.