Band 
Fünfter Band.
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Frist der prätorische Präfcct BasiliuS im Namen Odoaker'sin der Versammlung deS Klerus und der Magistrate erschien undsprach: Erinnert ihr euch, daß unser gottseliger Papst Simpli-ciuö euch anempfahl, um allen Wirren und Streitigkeiten vor-zubeugen, ohne unsern Rath einzuholen, keine Wahl vorzunehmen?Wir sind daher erstaunt, daß man diese Handlung ohne uns unter-nimmt. Zugleich erließ er ein Gesetz, welches den künftigenrömischen Bischöfen verbot, Güter zu enteignen, Ornamente oderGerüche der Kirche zu veräußern.

Die Wahl fiel auf den Römer Felix*), der dem KaiserAnzeige machte von seiner Erhebung und ihn zugleich ermähnte,bei der Nechtglüubigkeit zu beharren. Bon ihm erhalten sindmehrere Briefe und ein GeschichtSwerk, betitelt Oosts äe »omino«eu brovinriiiiii lüstmino Knt) lchliinorum. Sein Nach-folger war der Afrikaner GelasiuS (492), welcher Hymnendichtete, Vorreden und Abhandlungen über die damals angeregtentheologischen Fragen verfaßte. Er schrieb auch gegen den SenatorAndromachuS und andere Römer, welche die Lupcrcalicn wie-der herstellen wollten unter dem Vorgeben, daß die Krankheitenzugenommen hätten, seitdem der Gott Februarius nicht mehr ver-ehrt würde. Gelasius, sonst ein mild gestirnter Papst, verfolgtedas Andenkendes Patriarchen Akacius (f 489) dermaßen, daßer diejenigen, die ihn nicht gerne verdammt sehen würden, mitder Exkommunikation bedrohte, welche Strenge ein Schisma er-zeugte. In einem Coneil ließ er zwischen den kanonischen undapokryphen Büchern unterscheiden, erklärte die 4 Synoden vonNicäa, Constantinopel, Ephesus und Chalkedon für ökumenische,bestimmte, welchen Schriftsteller» die Würde von Kirchenväternzukomme, und setzte für die Ordinationen die vier Zeiten fest. Erwar ein Feind aller Pracht und floh weltliche Genüsse. Ana-stasiuö (496), ein Römer, regierte die Kirche zwei Jahre langund erlebte das freudige Ereigniß der Bekehrung Chlodwig's.Obgleich keine neue Häresie den Frieden der Kirche störte, sohatten die frühern doch noch die Wirkung, daß Einige das Concilvon Chalkedon verwarfen und hiedurch Schismen entstanden, ins-besondere bei der Wahl der Patriarchen von Constantinopel. Umnun diesen Mißständen ein Ende zu machen, stellte Kaiser Zeno

Der zweite oder dritte Papst dieses Namens, je nachdem man den i> I,335 zu Lebzeiten des Liberius gewählten mitzählt rder nicht.