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dig handeln , da ihn der Herzog, der kaiserliche Präfekt, derSenat, die Deeurionen auf jedem Schritte hinderten. Ringsumher waren heidnische oder arianische Völker, über ihm standentheologisirende Kaiser, die Verwirrung über Verwirrung insKirchenwesen brachten; unter dem Klerus der neubekchrten Län-der herrschte Simonie und Unordnung; an den Pforten RomSstanden drohend die Langobarden; Italien war von einem langewährenden Schisma und einer schrecklichen Pest zerfleischt: dieseswar das Bild, welches stch den Blicken deü neuen Oberhirtendarbot.
Um „ein altes, aus den Fugen gegangenes und vom Sturmegepeitschtes Schiff," wie er Rom nannte, zu regieren, entfalteteer alle Milde des Evangeliums, die ganze Stärke seines unbeug.samen Charakters. Eine ganze Welt umfaßte er mit seiner Ob.sorge, um die Wahrheit dahin zu verbreiten, wo sie noch nichtbekannt war, den Irrthum zu bekämpfen, wo er sich eingenistethatte. Er versammelte ein Concil zu Rom, um daS Schismavon Aquileja beizulegen, waS ihm wenigstens zum Theile gelang;den Donatistcn in Afrika zog er eine Schranke, trotz des geringenBeistandes, der ihm Seitens der afrikanischen Bischöfe ward.Die fränkischen und burgundischen Könige empfingen von ihmBriefe über Briefe, um sie dringend aufzufordern zur Ausrottungder Simonie, dir, indem sie unfähige und unwürdige Personenzu den geistlichen Würden beförderte, die Moralität und die Dis-ciplin unter dem Klerus untergrub; auch schickte er den Abt Cy-riacus, um in Gallien und zu Barcelona Svnoden zu halten.Seines glühenden, aber auch mit Erfolg gekrönten Eifers für dieBekehrung der Angeln, Longobarden, Westgothen haben wir be-reits gedacht, aber auch noch mancher andern Völkerschaft ließer die Heilsbotschaft verkündigen.
Er bemühte sich, zwischen dem griechischen Kaiser und denLongobarden Frieden zu erhalten, waS ihn jedoch nicht abhielt,dem Agilulf, als dieser Rom belagerte, einen energischen Wider,stand zu leisten und die Freiheit der Kirche gegen die kaiserlichenUebergriffe zu vertheidigen, wobei er ebenso kühn handelte als erdemüthig redete. „Was bin ich, der ich eine solche Sprache gegenmeine Herren führe, anders als Staub und Moder? Aber da,nach meiner Meinung, diese Einrichtung Gott, dem Urheber allerDinge, entgegen ist, so darf ich dieses meinen Herren nicht ver-hehlen; Christus ist es, der euch durch mich, den letzten seiner