Band 
Fünfter Band.
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hat uns CyrilluS v. Alexandrien in seiner Widerlegung des-selben zum großen Theil erhalten; unmittelbar nach seinem Er-scheinen ward es von Apollinaris von Ladodikäa durch bloßeVernunftgründe ohne Hülfe der h. Schriften widerlegt. Julianschrieb / nachdem er einen Blick auf diese Arbeit geworfen: Ichhabe gelesen/ ich habe verstanden/ ich habe verachtet/ worauf einBischof antwortete: Du hast gelesen/ du hast nicht verstanden;hättest du verstanden/ würdest du nicht verachtet haben*).

Julian's Fabel ,/die Cäsaren" ist eines der schönsten undeigenthümlichsten Werke aus dieser Epoche/ obgleich der Gedanke/über die Hingeschiedenen Gericht halten zu lasse»/ bereits vonLucian behandelt worden; dagegen leidet sein Misopogon/an welchem Werke Libanius vielleicht und jedenfalls Maxi-muS/ dessen Beurtheilung er alle seine Schriften unterwarf/ ar-beitete/ an der Schwäche aller SatyreN/ daß nämlich neben einigenWahrheiten viel Falsches und Verdrehtes/ neben Geistreichem undFeinem auch Plattes und FadeS steht. In seiner Selbstironiefällt er gar häufig aus der Rolle. Seine Briefe ergehen sichnicht selten in den sonderbarsten Kleinlichkeiten/ wenn auch manchederselben als förmliche Edikte historisch wichtig sind/ und selbstdie nachsichtigsten Bewunderer des kriegerischen Philosophen aufdem Throne werden seine niedrig schmeichlerischen Panegyrikenfür Constantius und Eusebia kaum vertheidigen können.

Philosophie.

Die durch die Einmischung kabalistischer Wissenschaften undder Theurgie verderbte neuplatonische Philosophie hatte es zu be-klagen/ daß ihrem Beschützer Julian eine so kurze Lebensdauerzugemessen war. Ihre Schule bestand jedoch zu Athen fort/ gleich-sam als eine Ruine auS vergangener Zeit in die neuere hinein-ragend. Die Tradition/ die Wisscnsguelle der Kabalisten/ warauch von den Neuplatonikern angenommen worden. Ihre die Ge-heimlehre fortpflanzende Kette (----/§« l^e---/--»)/ welche Son-st ant in als dem Chriftenthume zuwider durchbrochen hatte/ wurdewieder von einem gewissen PlutarchoS angeknüpft/ welcher der

') Das Wortspiel des Originals läßt sich in der Uebcrsetzung nicht wieder-geben : — «re/re-?, ec/./.oox e/evi?, ^--,»10,

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