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eignisse zu schildern/ welche seinen Sturz herbeiführten. In denersten vier Büchern mit kritischem Geiste und Geschick zusammen-stellend/ bekundet er sich im 5. Buche, welches die ErschütterungdeS Reiches unter HonoriuS, ArcadiuS und Th eodosiuS 11darstellt, als wahrer Geschichtschreiber. Die Chronologie vernach-lässigt er über alle Maßen, dagegen versteht er eS, die Ereignissetaktvoll auszuwählen und anzuordnen, auf die Ursachen zurückzu-gehen und die Folgen nachzuweisen; zudem besitzt er eine großeKenntniß der Menschen und der Beweggründe, welche ihre undder Regierungen Handlungsweise bestimmen. Vielleicht faßte eram Schlüsse, der verloren gegangen, die im Werke hie und daangedeuteten Gründe des Untergangs des Reiches übersichtlichzusammen. Der hauptsächlichste ist in seinen Augen daS Christen-thum und der Fall des Götterglaubens, darum läßt er auch seinerAbneigung wider die christlichen Kaiser freien Lauf und kannhierin als ein Correctif der Uebertreibung dienen, in welche diegeistlichen Schriftsteller nach der andern Seite hin verfallen. —Der Rhetor ProkopiuS v. Cäsarea, dem Belisarius als Gc-heimschreiber beigegeben, hierauf Senator und Präfekt der Haupt-stadt, verschaffte sich in diesen wichtigen Aemtern eine genaueKenntniß seiner Zeit, deren Geschichtschreiber, Lobredner undTadler er wurde. Die Klassiker suchte er mit mehr Talent alsSorgfalt nachzuahmen, erreichte sie daher keineswegs an Kraftwie an Zierlichkeit der Darstellung. Seine Geschichte OL? -r--S'Li-'-r-o», umfaßt 8 Bücher; die beiden ersten behandeln
den persischen Krieg nach dem zu einem guten Theile erhaltenenWerke des Bischofs Puzant PosduS v. Conftantinopel, welchesdie Schicksale Armeniens bis z. I. 390 darstellte; das 3. und 4.Buch begreifen den afrikanischen, und die andern Bücher denKrieg gegen die Westgothen in Italien. Stets wohl unterrichtet,ist er auch unparteiisch, sobald eS sich nicht um Belisar, seinenAbgott, Justinian oder Theodor« handelt. Dem Kaiser spen-det er die übertriebensten Lobeserhebungen in dem Werke „überdie kaiserlichen Gebäude"; später aber, vielleicht weil er sich inseinen Erwartungen von der kaiserlichen Großmuth getäuscht sah,schrieb er die geheime Geschichte worin er den Hof
ohne Erbarmen geißelt, Justinian als Heuchler, Theodoraals daS rachsüchtigste und ausschweifendste Weib, Belisar alseinen Schwachkopf und Spielball einer ränkesüchtigen und lüder-lichen Frau darstellt, sich selbst aber als ein charakter- und gc-