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Übersetzung deS DtonysiuS PeriegeteS und ein Gedicht überGewicht und Maß verfaßte; ferner Donat (364), Lehrer des h.Hieronymuö, der treffliche grammatische Schriften verfaßteund den TerenriuS commemirte. Ein anderer Donar hinter-ließ dcö Virgil Lebenöbeschreibung. AtticuS Tiro Delphi-diuö machte sich in Gallien als Dichter, Lehrer der Rhetorik undRechtSanwalt berühmt. Der letzte alte Nhetor, ArufianuSMessuS, verfaßte eine (noch nicht herausgegebene) alphabetischeSammlung von Ausdrücken und Sätzen der Klassiker.
WaS die einsi so hoch stehende Beredsamkeit anbelangt, sofindet man von PliniuS bis auf Constantin kaum einenRedner, der diesen Namen verdiente. Die erhaltenen Panegyriken(Anreden an die Kaiser im Namen der Provinz gehalten undhäufig voll der übertriebensten Schmeicheleien) sind merkwürdigerWeise alle von Galliern verfaßt. SymmachuS, v. Makrobius,AmmianuS und LibaniuS hochgerühmt und selbst von seinemGegner Prudentius über Cicero gestellt, zeigt uns deutlich*),wie sehr die Beredsamkeit selbst seit Fronro gesunken war.Seine von seinem Sohne in 10 Büchern ohne chronologische Ord-nung gesammelten Briefe sind dagegen für die Geschichte nichtohne Nutzen. Dem Afrikaner M ariuS Victo rinuS wurde wegenseiner Beredsamkeit auf dem trojanischen Forum eine Statue er-richtet und Julian nahm ihn von dem über die Christen ver-hängten Verbote auS, die schönen Wissenschaften zu lesen; trotzdem und ungeachtet deü ihm von AugustinuS und Hi eronymuSgespendeten Lobeö erscheinen seine Schriften dunkel und unwissen-schaftlich. Kaum günstiger kann mau über den Erzbischof Pet ruSvon Ravenna als Redner urtheilen, obgleich er den BeinamenChrysologuS erhielt; seine gesuchte blumenreiche Sprache, seinesymmetrischen wohlklingenden Phrasen können für den geringenGedankengehalt nicht entschädigen.
Die profane Literatur, welche schon so weit gesunken war,daß sie daS bereits Gesagte nur wiederholte, verlosch vollendsbeim Erscheinen der Barbaren; mit wenigen Ausnahmen in Ita-lien, studirtcn und schrieben die Kleriker allein und zwar überreligiöse Angelegenheiten. In ihrem Vernichtungökampfe widerden PaganismuS mußte die Kirche frühzeitig darauf bedacht sein,sich seiner Waffen zu bedienen und nur solche, die von den Haupt-
S) In kimg m durch Card. Mai mideckcm n. i. I. 1823. hgg. Fragmente!!.