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radeln, Räthseln, Sprüchen in einer mit überfchwänglichen Bil-dern überladenen Sprache. Selbst ihr Polytheismus war wederpoetisch vergeistigt noch wissenschaftlich geordnet.
Der berühmteste arabische Vollsdichter ist Antar, ein Krie-ger und Hirt, welcher die Sitten seiner Landsleute naturgetreuschilderte und dessen Gesänge noch jetzt in dem Munde Aller sind,obgleich er etwa im tt. Jahrh, unserer Zeitrechnung lebte. DieUeberlieferung bezeichnet ihn als einen schwarzen Sklaven, derdurch seine Heldenthaten die Freiheit und den Besitz der schönenAbla, die er liebte, erwarb. Er besingt seine Abentheuer vollEmpfindung und in einem Tone überzeugender Wahrheit, der sieals wirklich Erlebtes, nicht Erdichtetes kennzeichnet. SeineWerke sind übrigens mehreremalc umgearbeitet worden, zum Lctz-tenmale wahrscheinlich zur Zeit Harun-al-RaschidS.
Wir fügen hier an, daß die Araber keine Familiennamenhaben, und statt dessen gemeiniglich — wie die Juden im Mittel-alter, den Namen ihres Vaters gebrauchen, den sie mit dem ihri-gen durch das Wort tzon oder otze», Sohn, woraus die Europäerzuweilen nvvn machen, verbinden. So bedeuten Bcn-Abdelmelic,Ben-Hixen rc. Sohn des Abdelmelic u. s. w.; Eben-Sina, Aven-Rusched, die Namen zweier Philosophen, die wir Avicenna undAverroeS nennen, bedeuten Sohn des Sina, Sohn des Rusched.Zuweilen wird auch der Name der Nachkommenschaft entnommen,so wurde Muhammed Abul-Kaffem, Vater KaffcmS, und dererste Kalif Abul-Bekr, Sohn der Jungfrau, genannt. DiesesPrefirum Abu drückt bildlich Besitzer, Herr, Erfinder, auS. DieJmiaritenkönige setzten ihren Namen das Wort ckn, Mehrheitnllvn, vor, welches Besitzer, Eigenthümer ausdrückt. Ost führenVornehmere einen pomphaften, malerischen oder komischen Bei-namen, wie Aiala, der Unbeständige, Dalsal, der Zitterer, al-Mesth,der Trunkenbold, Asfar, der Rothe, al-Scherif, der Berühmte,al-Ahmed, der Ersehnte, Saddik-Allah, der Zeuge GotteS, Emad-el-Dulat, die Stütze des StaateS. Viele Namen sind zusammen-gesetzt aus ntzä und liHvr oder roinnn. stark, gnädig oder einerandern Bezeichnung einer göttlichen Eigenschaft. Den Mädchenlegen sie ausdrucksvolle, der Natur, den Tugenden entlehnte Na-men bei. So heißt Sobeiha Morgenröthe, Nedhiya die Süße oderAngenehme, Nocima die Unmuthige, Zahira die Blume, Saida dieGlückliche, Amina die Treue, Kenghie Schatz, Kcthira die Frucht-bare, Lobna die. Milchweiße, Lokna die Perle u. dgl. Bei den spani-