Band 
Fünfter Band.
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Zweites Kapitel.Muhammed.

Es gab im Stamme der vou Jsmael abstammenden Korei-schiten/ welcher/ wie bemerkt worden/ einer der bedeutendstenArabiens war als Hüter der Kaaba/ eine vornehme Familie/ dieHaschemiten/ so nach Haschen-/ einem Sohne Koßais genannt/der während einer großen Hnngcrsnoth seinen durch den Handelerworbenen Reichthum zur Ernährung aller Bewohner Mekka's

Mnndir Hirscham beruft, ist ein Gespräch mitgetheilt, welches Kos-roe Parvis mit seinem Basalten, dem Fürsten von tzira, Naman,geführt haben soll und worin dieser die Vorzüge seines Volles vor allenRationen preist. Dieses Gespräch mag zwar historisch nicht höher znachten sein, als die Schilderungen, Reden und dgl., welche die klassischenAutoren in ihre Werke einflechien, ist aber in kulturgeschichtlicher Bezie-hung von Bedeutung, weil es uns einen Begriff von den Sitten und demLeben der Araber jener Zeit gewährt. Darnach zu schließen, hätten Sittenund Lebensweise dieses Volkes sich im Verlaufe von 12 Jahrhundertenkaum merklich verändert (mit Ausnahme des Kindsmords), insbesonderein den Gegenden, welche von den Türken nicht betreten wurden; nament-lich können die Anapeh im Norden der arab. Halbinsel und die Jafehin Hadramant für ächte Kinder der Jsmacliten gelten. Fnlgcnt. FreS-nel, der i. I. 1839 eine französische Uebersetzung jenes Gesprächs ver-öffentlichte und den arabischen GeschichkSgiiellen ein besonderes Studiumzuwandte, hat in jüngster Zeit Arabien bereist, um namentlich den Sittenund Ueberlieferungen, welche zn denen des Alterthums einen Schlüsselgewähren können, seine Aufmerksamkeit zn widmen. (Gegenwärtig — imSpätsommer 1851 — ist dieser ehemalige frauzös. Conseil in Syrien, miteiner wichtigen Mission betraut, nach Mesopotamien, Medien und ALys-flnien abgereist und wird 2 Jahre in diesen Ländern verweilen). DieSprache der Himjariden, vermischt mit vielen hebräischen Worten, ist nochjetzt in Mirbar undZafahr in Gebrauch, wo sWauch viele der patriarchali-schen Ueberlieferungen erhalten haben. Die Stadt-, Land- und Wüstenbe-wohner sind streng von einander unterschieden. Die Städter sind wie inder ganzen Welt Handelsleute, Eigenthümer, Handwerker und Gelehrte;die Landbewohner leben in Dörfern und treiben Ackerbau; die Wüsten-bewohner leben ganz abgeschlossen von den übrigen und bewahrten sichstets unabhängig, wie ehedem die Bewohner von Assir, einem Gebirgslandzwischen Hedjaz, Tiama und dem eigentlichen Uemen. Die Türken be-