639
verwandte. Der oben erwähnte heldenmüthige Vertheidiger dieserStadt wider die Aethiopcr, Abdol Motalleb/ war sein Sohn;dieser lebte 120 Jahre und zeugte 6 Töchter und 12 Söhne, un-ter denen Abdullah sein Liebling war, und alö derselbe inFolge eines den Göttern gethanen unklugen Gelübdes geopfertwerden sollte, kaufte Abdol sein Leben um den Preis von 100Kameelen los. Es war der schönste der Söhne JsmaelS und alSer steh mit Amina, einer Blume aus der berühmten Familie derZariten, vermählte, raubte 200 Jungfrauen die Eifersucht dasLeben. Als dieser Verbindung der Knabe entsproß (571), welcherderen einzige Frucht bleiben sollte, wollte der Großvater, daß ihmder Name Muhammed*), nicht ein in der Familie gcbräuch-
irachten die Nnkcrwcrnlng dieser Schweizer Arabiens, welche darin eineAusnahme von allen Moslem bilden, daß sie keine ErobcrnngSzüge zurgewaltsamen Verbreitung des Islam uniernahmen, als eine der schwierig-sten Unternehmungen. Zm Djegan wird eine grausame Beschneidung amErwachsenen vorgenommen in Gegenwart seiner Braut, die ihn nicht zumManne nimmt, wenn ihm die schmerzhafte Operation einen Schmerzens-lam erpreßt. Diese Bergvölker verachlen die Türken und versäumen keinenAnlaß, gegen Süden in Jemen und gegen Norden im heiligen HaramEinfälle zu machen. Jemen wird von mehreren Sbeiks beherrsch!, diekeineswegs die Fremden Haffen, vielmehr in ihrer Verweichlichung ebennichts anderes verlangen, als in der Abhängigkeit und unter dem Schutzeiner stärker» Regierung zn leben. Der cgvpiische Pascha erhält daherohne Mühe die wohlhabenden Städte Jemens unter seiner Botmäßigkeit,während er gegen die armen Dörfer Assir's Krieg führen muß wegender Sicherheit der Karawanen. Auch die östlichen Mahabitett, die zwischenMedina und Nedjid wohnen, wollen sich seinem Zoch nicht beugen. Dies«Völkerschaft, welche die Lebensweise des Beduinen mit der des Ackerbauersverbindet, besitzt die besten Pferde und zahllose Kameele, mit denen si«vor den Rekrmirungszügen des Königs in die Wüste fluchtete. — Hiir-sichtlich des Geographischen ist auch noch auf Rüppels Reisen in Nu-bien, Kordofan und dem perräischen Arabien, Franks. 1829, zu verweisen.
') Mahamad, gelobt, verherrlicht; Abul Cassem war sein Beiname.Jahr und Tag seiner Geburt kennt man nicht genau; dieselbe fällt zwi-schen 570 und 878. Der nwslcmitische Kalender setzt sie aus den 12. desMonats Rabie v. erste. — Wir besitzen keine einzige, von einem Zeüge-gcnoffcn geschriebene Biographie Mnhammed'S. Der beste seiner Bi^graphen, Abul Feda säe vitn st rebus xestis Alolurmeäis, sä. tt. e i s k. o,Ilopeulr. 1789), lebte im 14. Jahrh. Die sicherste Quelle ist der Koran,obgleich auch seine Aechtheit in Zweifel gezogen worden. Ferner sind zuvergüt LI Hierein (L I Uerkärio), Uist. serrnoenieu. nrnbiee et In-