Band 
Fünfter Band.
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sie daher mit einem starken Heere an. Nichts half eS ihnen, daßsie ihm, wie einst die jerusalcmitischen Hebräer dem Caligula*),vorstellten: Wir wissen nicht die Waffen zu führen, aber wirhaben den Glauben unserer Vater bewahrt. Warum willst duuns in die Nothwendigkeit einer gerechten Vertheidigung versetzen?Bald auf'S Acußcrste getrieben, ließen sie es gefallen, daß Saad,der Fürst der Awasiden, den sie für ihren Freund hielten, überihr Schicksal entscheide. Dieser aber, ein Anhänger Muham-med'S, verdammte die Männer zum Tode, die Weiber und Kin-der zur Sklaverei; 700 entwaffnete Unglückliche wurden in einenGraben gestürzt und unter den Augen des Propheten lebendigbegraben, dem alle ihre Habe zufiel, die tapfersten Moölemen da-mit beschenkte und für sich die schönste Sklavin behielt. Auchandere Völkerschaften wurden unterworfen, darunter die Mosta-lechiten, der älteste Araberstamm; und die Tochter deS EmirS,Djawaira, vermehrte die Zahl der Frauen, welche der kriege-rische und wollüstige Apostel in seinem Harem unterhielt. Dabeschlossen die Koreischitcn, noch einen Versuch zu machen, seinefurchtbar anwachsende Macht zu brechen, riefen alle ihre Bundes-genossen zu den Waffen und griffen Medinah mit 10,000 Mannan; aber der kühne Fürst der Gläubigen ergriff so gute Verthei-digungSmaßregeln, daß die lange Belagerung der Stadt nur dazuführte, die Feinde aufzureiben, die gezwungen wurden, sich zuzerstreuen. Um Rache zu nehmen, bereitete nun Muhammed imGeheimen einen Kriegszug gegen Mekka vor, aber die Koreischi-ten erhielten von seinem Unternehmen Kunde und schickten denEmir der Takifiten an ihn ab, um ihn durch Drohungen einzu-schüchtern. Die Schilderung jedoch, welche der Abgesandte beiseiner Rückkehr von der fast göttlichen Verehrung entwarf, dieMuhammed von seinen Kriegern gezollt wurde, beugte derartden Muth der Koreischiten, daß sie sich zu einem Vergleiche her-beiließen. Den Stämmen sollte frei stehen, sich den Koreischitenoder den MoSlemen anzuschließen, und diese die heilige Stadtbesuchen dürfen, aber ohne Waffen, und nicht über drei Tage da-selbst verweilen.

Da die Seinigen unzufrieden darob waren, daß ihnen diePlünderung deS reichen Mekka versagt sei» sollte, führte sie Mu-

') Siehe B. Vl. Kap- III. Bd, 4. S. 5s u. f.