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der Mann sein Weib nicht wieder zu sich nehmen/ wenn es nichtinzwischen einem Andern angehört hat. UebrigenS genügt für denMann der leichteste Grund / um sein Weib zu verstoßen; willdagegen dieses geschieden sein / so muß eS wichtige Gründe an-führen und verliert seine Aussteuer; die geschiedene Fra»/ welchenicht schwanger ist / kann sich nach drei Monaten wieder vorher-rathen. „Euere Weiber sind euer Feld, das ihr nach euerem Be-lieben bebauen möget; versorget euer Herz; fürchtet den Herrn.Der Wunsch/ ein Weib zu besitzen/ geäußert oder nicht/ wird euchvor dem Herrn nicht schuldig machen; er weiß/ daß ihr der Ge-danken an das Weib euch nicht einschlagen könnt (Kap. II).Nehmet deren nur zwei/ drei oder vier und wählet diejenigen/welche euch gefallen haben. Könnet ihr sie nicht gehörig unter-halten/ so nehmet nur ein einziges oder begnügt euch mit Skla-vinnen (IV). Ihr werdet nicht im Stande sein/ cuere Weiberin gleichem Grade zu lieben/ gebet jedoch keiner derselben zu sehrden Vorzug. Tritt eine Trennung ein / so wird Gott den einenund den andern Gatten bereichern: er ist weise und unendlich."
Gabriel erschien dem Muhammed unter der Gestalt einesBeduinen und fragte ihn: //Worin besteht der JSlam?" Muham-med antwortete: //Im Bekenntniß/ daß es pur einen Gott gibtund daß ich sein Prophet bin / in genauer Beobachtung der Ge-betszeiten / im Almosengeben/ im Fasten des Namahdan und inder/ wo möglichen,- Unternehmung der Pilgerfahrt nach Mekka."— „Es ist/ wie du sagst!" rief Gabriel aus/ indem er sich erhob *).
") „Die wahre Andacht und Geisteserhebung wird mehr gefesselt und ge-schwächt, als angeregt und gestärkt durch die vielfachen, lästigen Förm-lichkeilen, welche dem Gebete vorangehen und es begleiten müssen. DieGedanken des Moslem find so beschäftiget mir der genauen Erfüllungdieser Ceremonien, der Waschungen, der wechselnden Stellungen des Kör-pers (die Hauptstellnng, Kabla, nach Mekka hin, der Weg zu Gott ge-nannt), daß die Hauptsache, Erhebung des Herzens, Richtung aller Geistes-kräfte auf Gott, dabei häufig unterbleibt." Döllinger. „Der Muha-medanismus ist der leibhaftige Pharisäismns, dergestalt ausgebildet, daßder davon bethörte Sterbliche sich ohne Gewissensbisse erlaubt, was ihmzusagt, indem er, der Moslem, mit gewissen frommen Aeußerlichkcitensicher den Himmel einhandelt. Daß Gott auf unser Herz steht, begreiftder Muselmann nicht; die 70,000 Vorschriften, welche man allmähligaus dem Koran und der Sunna ableitete, um sein ganzes Leben zu um-spinnen, betreffen bloß äußerliches Verhalten, und so unmöglich es ihm