Band 
Fünfter Band.
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so reinigt euch zuvor die Hände bis zum Ellbogen, das Gesicht biSzu den Ohren, die Füße bis zum Knöchel. Die Reinlichkeit istder Schlüssel des Gebetes (S. XXXVII)." Die ursprünglichbei den Arabern gebräuchliche Beschneidung wird im Koran nichtbefohlen, da sie jedoch häufig vom Propheten mündlich anempfoh-len wurde, wird sie als göttliche Einsetzung betrachtet und ineinigen Gegenden sogar an den Mädchen vorgenommen, jedochnicht an den Neugeborncn, wie bei den Hebräern, sondern zwi-schen dem 6. und 16. Lebensjahre, damit der Knabe fähig sei,die Glaubensformel auSzusprechen.

Das Almosengeben gilt nicht blos als ein LiebeSwerk, son-dern ist in bestimmter Weise vorgeschrieben. Der Reiche schuldereS im Verhältniß der Mittel, die er angewandt, um sein Ver-mögen zu erwerben; waren diese nicht redlicher Art, so schuldeter ein Fünftel, im Gegentheil ein Zehntel seiner Habe den Ar-men, ja an den Bairamsfesten muß jeder Wohlhabende einen sn(1040 Drachmen) an Weizen, getrockneten Weinbeeren und Dat-teln für die Armen hergeben. Bet feierlichen Anlässen wird nochinsbesondere der Armen gedacht. Omar sprach: „Das Gebetführt uns halbwegs zum Paradiese, das Fasten bis an dessenThore, daS Almosengeben erschließt unS dieselben." Und im Ko-ran steht geschrieben: „Sie werden dich fragen, waS für Gutesman thun müsse; antworte ihnen: Helft euern Kindern, cnernNächsten, den Waisen, Armen, Pilgern; das Gute, daS ihr wir-ket, wird dem Allmächtigen bekannt sein. Gebet Almosen bei Tagwie bei Nacht, öffentlich und im Geheimen. Ihr werdet dafürbelohnt werden von der Hand deö Ewigen und befreit bleiben vonSchrecken und Noth. Wer aber aus Prahlerei gibt, ist gleicheinem Felsen, dessen Nacktheit nur Staub verbirgt: eine Wogekommt und läßt ihm nichts als daS harte Gestein (S. II)." Inder Verpflichtung zu Almosen sind inbcgriffen die Gastfreiheitgegen Reisende, die Anlegung von Karawansereien, Brunnen undschattigen Plätzen an den Straßen u. dgl. Aber diese Barmher-zigkeit ist eine Sache der Nöthigung, nicht des Gefühls, ist eineBerechnung, die man, um zum Paradiese zu gelangen, mit dereinen Hand gewissenhaft vollzieht, während man mit der andernden Sklaven mißhandelt, den Käufer betrügt, den Nebenbuhlererschlägt.

Im Monat Ramadhan soll vom Ausgang bis Untergang derSonne keine Speise irgend welcher Art berührt und der Tag in