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diesem Lande heißen so diejenigen/ welche sich aus der Welt zu.rückziehen, um sich ausschließlich der geistigen Bildung zu widmen.Die ersten Moslemen legten diese Namen gewissen Individuen bei,die sich, um Werken der Buße und der Kasteiung obzuliegen, zueiner Genossenschaft vereinigt hatten. Im 2. Jahrh, führte AbuSaid Abul unter ihnen eine Regel ein, die im 3. Jahrhunderterweitert wurde; die darnach Lebenden rühmten sich eines Ver-kehrs mit Gott und bezeichneten als Zweck ihres Strebens, dergöttlichen Wesenhaft theilhaftig zu sein „durch Bewahrung desGeistes und Herzens vor Störungen, Ertödtung der menschlichenNatur, Unterdrückung des Instinkts der Sinne, Annahme dergeistigen Eigenschaften, der Umwandlung im Geiste der reinenWissenschaft, Wirkung alles möglichen Guten." Als Abu Saidgefragt wurde, welche Eigenschaften einem wahrhaften Dienerdes Herrn zukämen, antwortete er: Die Ueberzeugung, daß Allesvon Gott kommt, daß Alles in Gott besteht, daß Alles zu ihmzurückkehrt *). Vermöge dieser pantheistischen Anschauung ver.suchten sie jedoch nicht, wie die Inder, auf dem Wege freiwilligerQualen sich in Gott zu versenken, sondern kämpften gegen Un.reinheit, Zweifel und Leidenschaft, in der Hoffnung, daß der Todsie mit dem unendlichen Wesen identifiziren werde. Im GulchenRaz, den man als ihr theologisches Compendium betrachten kann,heißt es hinsichtlich der Schöpfung: „Wie hat das Endliche sichvom ursprünglichen Wesen abgeschieden? Frage eines Menschen,der noch nicht zur Erkenntniß der Wahrheit gelangt ist. Niemalshat das Eine vom Andern sich getrennt. Das Endliche ist einstoffloser Phönix. Eine Menge von Numen erschienen, aber allebezeichnen ein einziges Wesen. Was unendlich ist, kann niemalsendlich werden, denn wie wäre eS sonst ewig? WaS ewig ist,kann niemals in die Gränzen des Endlichen herniedersteigen, undwas endlich ist, wird nimmer sich erheben zu dem, was ewig ist."Der Pantheismus übt auf sie seinen gewöhnlichen Einfluß auS,sie dahin zu führen, daß sie zwischen den Religionen und selbstzwischen den Menschemverken keinen Unterschied anerkennen.„Keine Handlung, sagt Asisi, rührt von uns her. Welche Sacheist gut? Welche Sache ist schlecht?" In einer ihrer Dichtungenheißt eS: „Ich bin Alles, waS du siehst und dessen du genießest.
*) INwIuk, Allüsmiis, 8IVS kerssriim tlieosoplna plmtlleistio». Berlin,1821 .
Cantu, Weltgeschichte, V.
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