Band 
Fünfter Band.
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Einverständniß mit euern Brudern und bewahret die Liebe unddas Vertrauen euerer Krieger. Führet euch zur Ehre Gottesauf/ wie eS Männern zukommt/ ohne den Rücken zur Flucht zuwenden / aber verschonet die Weiber/ Greift/ Kinder/ Palme«/Kornfelder, Früchte und HauSthicre, nehmet nur wessen ihr zurNahrung bedürfet. Ehe ihr den Krieg wider die Völker beginnet,fordert sie auf/ den wahren Glauben anzunehmen; schließet Ver-träge und brecht sie nicht. Auf eurem Zuge werdet ihr Mönchetreffe»/ die in Klöstern wohnend Gott dienen; ermordet sie nichtund zerstöret auch ihre Zustuchtsörtcr nicht. Ihr werdet auchAndere antreffen / welche die Krone des HaupteS geschoren ha.ben*); diesen spaltet das Haupt ohne Schonung/ falls sie nichtMoSlemen werden oder den Tribut bezahlen wollen." Fernerordnete der Khalife an, daß gemäß den Vorschriften des Pro-pheten die Beute in 5 Theile/ 4 für das Heer/ 1 für die Richter/Lehrer, Dichter, Wittwen und Waisen, getheilt werde. Daß dieseVorschriften dcS Khalifen und des Gesetzes nicht genügten, die-sen ungeordneten, an den Raub gewohnten Horden eine KriegS-zucht zu geben, wäre natürlich, wenn man dies auch nicht ausihrer KriegSführung wüßte. Es waren immer halbnackte, zu Fußmit Bogen und Pfeil, zu Pferd mit Lanze und Säbel kämpfendeKrieger, die ihre Waffen mit mehr Geschicklichkeit als Kunstführten und namentlich im Einzelnkampfe eine große Tapferkeitbewiesen; im Uebrigen bestand ihre KriegSführung im Plündernund in Ueberfällen, wobei sie auf ihren leichten und lenksamenRossen ebenso rasch erscheinen als verschwinden konnten, sonstaber keinerlei Kriegsmaschinen zur Vertheidigung eines Lagersoder zum Angriff von Mauern hatten. Ihre Heere bestandennicht aus einem kompakten Körper , sondern aus mehreren ge-schiedenen Geschwadern von Reitern oder Bogenschützen, die nacheinander m den Kampf eintraten, so daß sich die Schlacht aneinem und demselben Tage mehrmals erneuerte und der Feind,wenn er auch ein Heer besiegt hatte, von einem zweiten ange.griffen wurde und so fort, bis er endlich erschöpft unterlag.

*) Die Tvnsur war. was ste noch jetzt ist. das Unterscheidungszeichen derPriester; dagegen trugen die Mönche wie die meisten Laien das Haarlang. Es ist schwer den Unterschied zu verstehen, welchen der Khalifzwischen ihnen machte; wahrscheinlich hielt er sich an vulgäre Erzählungen.