Band 
Fünfter Band.
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Sohail, einem der vornehmsten Koreischiten, zur Wicht zurück-geführt; andere Araber kehrten um zu den Freudenfesten desGötzendienstes/ den Hoffnungen des JudcnthumS/ den Tröstungendes Christenthums; Einzelne ließen sich sogar durch den leichtenErfolg Muhammed's verleiten/ gleichfalls als Propheten und Re-ligionsstifter aufzutreten. Moscilama/ einer der beiden Betrü-ger/ die, wie wir erzählt/ noch zu Lebzeiten Muhammed's auf-standen/ war einer der Vornehmsten aus dem Stamme der Oneifain Yamama, und fand viele Anhänger. Von Muhamm ed schnödezurückgewiesen/ verband er sich mit der Prophetin Sedgieh undwußte den Enthusiasmus/ welchen dieselbe erregte/ zu benutzen/um die Zahl seiner Anhänger zu vermehren/ insbesondere als ervon seinem glücklicheren und klügeren Nebenbuhler durch den Todbefreit worden. Der JSlam war übrigens keineswegs eine Reli-gion/ in welcher Meinungsverschiedenheiten durch Diskussionenund Concile entschieden wurden/ und Abu-Bekr ließ den grau-sam tapfern Khaled/ den Sohn Walid's, gegen den After-propheten ziehen / den er in blutiger Schlacht besiegle und mit10/000 seiner Anhänger richtete, worauf die klebrigen zum Islamzurückkehrten. Al-Aswad, der andere Afterprophet/ welcherin der Nacht vor dem Tode Muhammed's von den bestocheneneigenen Anhängern ermordet worden/ gab vor/ mit zwei Engelnin Verkehr zu stehen und hatte durch feine Beredsamkeit undKlugheit bereits in Yemcn festen Fuß gefaßt. Diese beidenVersuche fanden zwar noch einige / aber nicht glücklichere Nach-ahmungen.

Nachdem Abu-Bekr und seine zwei nächsten Nachfolger zurhöchsten Würde gelangt waren, entsagten sie den Waffe»/ obgleichsie bis dahin tapfere Krieger gewesen/ betrachteten sich vielmehrals Obcrpricster ihrer Religion und überließen die Sorge, diesedurch die Waffen zu verbreiten, den Feldherren. Zunächst unter,nahm Abu-Bekr die Ausführung des von, Propheten zur Eroberung Syriens gefaßten Planes, rief die freudig und in un-geheurer Menge herbeiströmenden Araber zum heiligen Kriege aufund stellte das Heer, nachdem er es gesegnet, unter den Befehlder drei tapferen Feldherren Abu-Obe idah, Amru und Kha-l c d. Noch einen Tag lang zog er zu Fuße mit den Kriegern undverließ sie sodann, indem er zu den Feldherren sprach: „Erinnerteuch, daß ihr in Gegenwart deö Herrn und nahe dem Tode stehet.Vermeidet daher Ungerechtigkeit und Gewaltthat; berathet im

,:tu, Weltgeschichte. V. 45