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würdigen Erzählung bei Theophanes war Omar über das Ein-stürzen seiner neuen Moschee sehr betroffen und fand die Sachenicht natürlich. Da traten jüdische Lehrer vor ihn und versicher-ten, der Bau bleibe nur dann fest stehen, wenn man das aufdem Calvarienberge (nicht auf dem Oelberg) stehende Kreuz weg-nehmen würde. Omar that, was die Bösewichter anriechen, blindwie sie für die offenbarsten Wunder GotteS. (Seine Moschee, sei-nen Namen tragend, steht noch.) Der h. Sophronius trauerte,ein anderer Jeremias über den Ruinen Jerusalems, bis ihn derHerr aus der Mitte der Gottlosen wegnahm, was wohl erst16. März 644 geschah... Gegen den Vertrag zerschlugen OmarsFanatiker alsbald sämmtliche öffentliche Kreuze, zerstörten heiligeBilder, vergriffen sich verschiedentlich an Kirchen und Kapellen.Der Kirche zu Bethlehem, wo Omar gebetet hatte, stellte ereinen Sicherheitsbrief auS; allein später bemächtigten sich dieMoslemen dieser Kirche, sowie der Säulenhalle bei der Konftan-tinSkirche zu Jerusalem und machten Moscheen daraus" *).
Der Khalif kehrte nach Medinah zurück, das Heer aber ließer in zwei Abtheilungen unter Amru und Saad und Obei-dah und Khaled zur Eroberung vom übrigen Palästina und vonKiestphon, Aleppo und Antiochia ausziehen. Ktesiphon (Medain)und Aleppo fielen schnell. Hätte Heraclius den Muth besessen,sich an die Spitze seiner Truppen zu stellen, als die Syrer zurVertheidigung ihres Vaterlandes sich ermannen zu wollen schienen,wäre es ihm wahrscheinlich gelungen, diesen fürchterlichen Stromaufzuhalten und seine Kraft zu brechen; aber eben so wenig wieer die Thatkraft besaß, den zügellosen Ausschweifungen und Er-pressungen der Beamten zu steuern, wußte er seine Soldatenhau-fen zu ordnen und dem Volke Einigkeit und Gemeingeist einzu-flößen , eö von der giftigen, durch das Sektenwesen genährtenZwietracht abzuziehen; ja diese Zwietracht, welche den Moslemenam meisten zu Statten kam, förderte er vielmehr, da er geradejetzt, in der Zeit der äußersten Noth, in thörichter Verblendungeiner neuen Häresie sich hingab. Und als die Zuchtruthe GotteS be-reitS drohend über Antiochia geschwungen war, da warf er fürseine und seines Volkes Sünden umVergebung flehend sich vor denAltären der Stadt nieder, die er feige verließ, um Syrien seinemSchicksale zu überlassen und sich in der Hauptstadt zu verbergen.
Damberger.
D- B.