Band 
Fünfter Band.
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durch die furchtbarste Krankheit umdüftertcn Lebensabend desHeraclius. Sein Nachfolger versuchte zwar die Wiedererobc-rung Alexandriens, und der Hafen des PharoS wie die Festungs-werke fielen wirklich zweimal in die Gewalt der Griechen zurück;allein Amru trieb fie immer wieder zurück und er schwor/ „Alc-xandrien von allen Seiten zugängig zu mache«/ wie daS Hauseiner Freudendirne." Und in der That ließ er die Befestigungenniederreißen. Er suchte sodann seine Eroberung zu befestigendurch Einfälle in Kyrenaika und ein Bündniß mit den Berber«/einem Nomadenvolke/ das in Sitten und Gebräuchen eine großeAehnlichkeit mit den Arabern hatte und die Omar Brüdernannte.

Anfangs hatte Egyptcn unter den Uebeln der Eroberung,verbunden mit dem Triumphe einer bisher unterdrückten fanati-schen Neligionspartei/ schwer zu leiden, aber die von Amru ge-gründete duldsame, einfache und der Natur des Landes angemes-senere, wenn auch strenge Verwaltung erwies steh als wohlthätig.Zunächst sorgte er dafür, daß dessen Getreideübcrfluß, der bisherdie Hauptstädte der römischen Welt versorgt hatte, Arabien zuGute kam, und ließ durch den Kanal von Kolzum den Nil mirdem rothen Meere in Verbindung setzen; die bisher gebräuchlicheungerechte Kopfsteuer wurde durch neue Taxen ersetzt und diesel-ben zum Drittheil auf die Unterhaltung der Dämme und Ka-näle verwendet *).

Amru verwaltete Egypten, so lange Omar lebte; Othmanaber sandte an dessen Stelle seinen Milchbruder Abdallah,welcher dem Propheten als Schreiber gedient hatte. Dieser ver-fälschte seine Offenbarungen, um sie seinen Feinden zu überliefern;nachträglich aber sein Unrecht, für welches er Verzeihung erlangt,bereuend, und im Verlangen, eS wieder gut zu machen, wollte ernun Afrika vom Nil bis zum atlantischen Ocean unterwerfen; an

Aus einem Berichte Amru's an den Khalifen, welchen Nl-Wakedi mit-theilt: „Ich schlage dir, o Kaiser der Gläubigen, drei Dinge Vor znmWohle Egypteus und zum Heile seiner Bewohner, welche, wenn sie aus-geführt werden, reichen Segen den Gläubigen verschaffen: 1) Daß dieTaren nicht erhöhet werden, 2) daß ein Drittel des öffentlichen Einkom-mens aus die Unterhaltung der Kanäle, Brücken und Dämme verwendetwerde, 3) daß die Steuern in Natur von den verschiedenen Bodenerzeug-niffen erhoben werden. Solches thue, wenn du willst, daß unter deinenneuen Unterthanen das Glück weile.