Band 
Fünfter Band.
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den Unterthanen vorschreibe/ den Fürsten unbedingt zu gehorchen/da er gebiete/ Gott zu dienen/ so weit es die Kräfte gestatten,bei dem Gebote, den Fürsten zu gehorchen, solche Einschränkungjedoch nicht mache.

Nachdem die Einheit deö KhalifatS wieder hergestellt war,konnte Abd-el-Malek daran denken, die Verlornen Provinzenwieder zu gewinnen und neue Eroberungen zu machen. Er be-mächtigte sich der Insel Kypern und ließ daselbst das erste mu-hammcdanische Geld schlagen *). Iu sti nian II sah hierin eineAnmaßung königlicher Rechte und fiel in Kilikien ein, trotz deögeschlossenen Vertrags. Der vom Khalifen wider ihn gesandteFeldherr ließ den gebrochenen Vertrag vor sich her tragen, hie-durch gleichsam die göttliche Gerechtigkeit anrufend. Bei Sebastekam es zur Schlacht, und bereits neigte sich der Sieg den Grie-chen zu, alö cö dem moslemischen Feldherrn gelang, den Nebu-l on zu bestechen, welcher im griechischen Solde 20,000 Slovenenanführte. Der Ucbertritt derselben zu den Sarazenen entschiedfür diese, so erzählen wenigstens griechische Quellen, die Schlacht.Diese Niederlage hielt jedoch den griechischen Feldherrn Hera-cliuö nicht ab, unversehens in Syrien einzufallen, bis nach Se-bastopoliS hin das Land brandschatzend, 200,990 Menschen töd-tend, und ohne großen Verlust zurückzukehren.

Eroberung Afrikas. 603-—98.

Alö wichtigste Unternehmung betrachtete Abd-el-Malek dieEroberung Afrikas, welche bereits unter Moawijah begonnenworden und jetzt unter günstigen Umständen fortgesetzt werdenkonnte; denn da Kaiser Constanö die afrikanischen Provinzenseines Reiches, trotzdem sie im Araberkriege so schwer heimgesucht

*) Al-Makrizi schreibt dem Omar-b en-Catab die ersten Silbermünzenzu nach dem Typus der Saffauidcn. und auf einigen mit Hinzufügungder Worte. „Gott sei Lob" oder „Muhammed ist der Prophet Gottes"oder „Es .ist kein Gott ausser Gott" ; auch trugen sie den Namen Omars.Abd-el-Malek veränderte den sassauidischcn Typus und fügte als Zu-schrift hinzu: Allah Samad, Gott ist unwandelbar. Nach ihm ließ jederKhalife seine eigene Münze schlagen, später sogar mit Bildern, die häufiggriechischen oder römischen Münzen entlehnt waren. Unter den Abassidenwaren alle „Nachfolger" berechtigt, Silberiuüuzen zu Prägen, die Statt-halter der Provinzen durften jedoch nur Kupfermünzen schlagen.