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des Khalifcn Walid ließ erden Tarik-ben.Zeyad, welcherseine Tapferkeit bei der Einnahme von Almagreb bewährt hatte,mit einem auserlesenen Heere auf der grünen Insel (Algeziras)landen; in günstigster Stellung auf dem Felsen Calpeder seit-dem Gibraltar (dvbvl-rü-Lurie) **) hieß, faßte derselbe festenFuß (711, Apr.), schlug wiederholt den Nöthen Theudemir, demRoderich seine beste Reiterei zur Hülfe gesandt hatte, besetztedie Umgegend von Sidonia und bedrohte Sevilla. Da eilte Ro-derich selbst, der gegen die empörten GaScogncr zu Felde lag,mit allen Strcitkräften, die er zusammenzuraffen vermochte, her-bei, traf auf die Araber bei Leres de la Frontiera am Guada-lete, schlug sich mit ihnen acht Tage lang und fiel endlich mitden Tgpfcrften der Seinigcn, die Uebrigcn flohen und die west-gothische Herrschaft in Spanien hatte aufgehört (711, 26. Juli).
Gerne nahm Musa den Kopf des spanischen KönigS entgegen,eifersüchtig jedoch auf die raschen Erfolge Tarics, schickte erdemselben den Befehl, nicht weiter zu gehen, bevor er Verstär-kungen erhalten habe; Taric aber sah ein, wie wichtig es sei,die Entmuthigung der Gothen und die Zuversicht der Seinenrasch zu benutzen und theilte sein Heer in drei Abtheilungen, dieer auf Cordova, Malaga und Toledo dirigirte. Die Juden unter-stützten die Araber, das Landvolk aber, der Waffenführung gänz-lich entwöhnt, verhielt sich theilnahmslos. Cordova wurde genom-men, Malaga, Ezijah, Elvira unterwarfen sich dem DlutpreiS,d. h. einem Tribute zur Rettung des Lebens der Einwohner; To-lcdo durste seine Gesetze und Richter behalten und erhielt freie,aber nicht öffentliche Rcligionöübung zugestanden ^). Nun wollte
geziras versucht, seien jedoch von den Gothen zurückgetrieben worden undhätten L72 Schiffe mir der ganzen Bemannung verloren.
"j Berg des Taric. Einige unterscheiden Taric von Tarif und lasseneinen von beiden einen frühern Raubzug nach Andalusien unternehmen,dessen glücklicher Erfolg erst die Araber ermuthigt habe, die größere Unter-nehmung zu wagen.
*") Die Toledaner erhielten nun den Namen Mozaraber, was von Nixti^i'nb. abgeleitet scheint. Sie behielten die im 6. Jahrhundert von I si-tz or eingeführte, von der römischen in etwas verschiedene Liturgie bei;auch andere spanische Städte nahmen diesen mozarabischen Ritus und be-hielten ihn bei bis zum Jahr 1046 , wo er von den Cortes von Barce-lona aufgehoben wurde. Die Könige von Kastilien wollten dies gleich-falls thun, stießen jedoch beim mozarabischen Klerus auf entschiedenen