Band 
Fünfter Band.
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aber Musa den Ruhm und die Beute der Eroberung einem An-dern nicht länger überlasse»/ schiffte sich mit einer Menge vonArabern / Berbern und von den Gothen verbannten Juden einund zwang Sevilla/ Carmuna und andere Städte/ sich zu ergeben/zog durch Lusitanie» und das Westland (Algarve) und nahm dasstark befestigte Merida nach langer Umschließung ein (712/ Juli)/unter den Bedingungen/ daß jeder Einwohner sich entfernen könne/aber Waffen / Pferde und Habe zurücklassen müsse / daS Kirchen-gttt den Siegern gehöre und die Zurückbleibenden Schutz findensollten. Zu Toledo traf Musa seinen ungehorsamen Feldherr»/den er absetzte und als Gefangenen mitführte. Sein Sohn Abd-el-Aziz/ der Verstärkungen aus Afrika nachgeführt/ verbreitetSchrecken über ganz Andalusien und dringt auf das Gebiet vonMurcia vor/ wo ihm der Fürst Tadmir (Theudemir) einentapfern Widerstand entgegensetzt/ zwar nach Auriola (Orihuela)weichen muß/ aber den Muth nicht verliert/ denn in dieser Stadtläßt er alle Einwohner/ sogar die Frauen/ als Soldaten gekleidet/die Wälle besetzen / was die Araber über die Stärke der Besaz-zung täuscht und zur Anerbietung von günstigen Bedingungen ver-anlaßt; Tadmir selbst ging unerkannter Weise in'S feindlicheLager/ um zu unterhandeln/ worauf er sich zu kennen gab/ jedocheine großmüthige Behandlung erfuhr und Beifall für die gebrauchteKriegslist fand. Auf Befehl des Khalifen mußte Musa dem Ta-ric wieder ein Heer anvertrauen; dieser zog den Tajo aufwärtsgen Osten/ er selbst gen Norden nach dem Ebrv/ an dessen Ufernsie wieder zusammentrafen und gemeinschaftlich Saragossa/ Sala-manca/ Valencia und andere Städte ohne große Mühe zur Unter-werfung und zur Entrichtung des Blutzolls zwange»/ worauf Ta ri cbis zu den Pyrenäen vordrang/ Musa aber Galicien und Lusita-nien brandschatzte/ bis sie beide nach Afrika zurückkehrten. Danämlich beide einander beim Khalifen verklagten/ Musa den mit-der gesinnten Tarie wegen seiner Großmuth/ die er Mangel anEifer nannte/ und jener diesen wegen seiner Härte und unersätt-lichen Habsucht, rief Walid sie beide zurück/ dem Abd-el-Azizdie einstweilige Verwaltung Spaniens übertragend. Als jedoch

Widerspruch, worauf die Entscheidung einem GotteSurtheil anheimgestelltward. Zwei Kämpen traten in die Schranken und der mozarabische bliebSieger. Doch aber gewann die römische Liturgie allmälig die Oberhandund nur in Toledo und Salanianca behielten die Mozaraber einige Kirchen.