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Ein Haufen tapferer Christen hatte sich in die astvrischen Gebirgezurückgezogen/ von wo aus sie die Feinde beunruhigten. Von eini-gen glücklichen Erfolgen ermuchigt und von glühender Vaterlands-liebe erfüllt / bezweckten sie nichts weniger als Spanien aus derGewalt der Moslim wieder zu befreien. Während Alhaur einenZug nach dem narbonnensischen Gallien unternommen hatte/ schaarteihr Führer/ der edle PelagiuS/ ein unerschrockener/ unermüd-licher Held / die Unzufriedenen in Galicien / Asturien / BiScaya(die noch halbwilden BaSken hatten sich den Westgothen nie völ-lig unterworfen) um sich (718) und trieb von der unzugänglichenHöhle der h. Maria zu Cavadonga aus/ voll Vertrauen auf Gott/voll Hoffnung auf den Sieg/ die Feinde aus diesen Gegenden zu-rück/ so daß mehrere Städte sich ihm anschlössen und hicdurchfeine Macht ansehnlich vergrößerten *).
El-Samah-ben-Melie ersetzte den blutig grausamen Al-haur/ welcher jenes Häuflein Tapferer nicht zu bewältigen ver-mocht ; der neue Feldherr (Walü Unterstatthalter) aber war eherlüstern nach den reichen Fluren Galliens als nach der Eroberungder Cantabrischen Felsen / stieg über die Pyrenäen und belagerteToulouse/ siel aber bei einem Angriff des Herzogs von Aquitanienauf daS arabische Heew welches Abd-er-rhaman nur mit großerAnstrengung zurückzuführen vermochte; eine Zeitlang behielt erauch den Oberbefehl bei/ den ihm jedoch auf Anordnung dcö Emirsvon Afrika/ Am besä/ der Statthalter von Cordova wieder ab-nahm/ welcher in die Verwaltung und das Beftcurungswesen einebessere Ordnung einführte; die sich freiwillig Unterwerfendensollten fortan ein Zwanzigstel/ die nur der Gewalt Erlegenenaber ein Zehntel ihres Einkommens abtreten; auch nahm Am-
„Die Erzählung, daß auch Oppas, der Vcrräther seines Vaterlandes,dem PelagiuS (Pelajo) in die Hände gefallen sei und durch ihndie verdiente Strafe erhalten habe, darf man bezweifeln, da freilich aufder Schaubühne das Stück ahne solche Gerechtigkeit unvollendet erscheint,im Leben aber sehr oft die waltende Vorsehung, damit nur sie allein undnicht der Mensch richte, den letzten Akt unsern Augen entrückt. Glaub-licher ist, daß Witiza's Sohne von Muza nach Damaskus geschicktwurden, daß sie ihn dort bei seinem Herrn vcrläumdet hätten und nachihrer Rückkehr grausam getödtet worden seien." Schlosser. Wissen wiraber auch nichts Gewisses über das irdische Ende der Verrälhcr ihresVaterlandes, so sehen wir doch die ersten arabischen Eroberer Spaniensvon einem rächenden Schicksal ereilt.