Band 
Fünfter Band.
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der Empörung wider die Khalifen erhob. Ein Anderer/ der Emirvon Barcelona/ welcher vordem schon Pippin dem Kurzen ge-huldigt/ erschien auf dem Reichstage zu Padcrborn/ um den Bei»stand des großen Karl zu erbitten. Er bewilligte ihm sein Ver-langen (777)/ aber die Unternehmung war eine unglückliche undauf dem Rückzüge fiel bei Roncevall die Blüthe der fränkischenRitter.

Abd-er-rhaman sah somit/ theils durch Anwendung vonWaffengewalt/ theils durch Unterhandlungen/ seine Autorität an-erkannt zu Toledo/ Merida/ Sevilla/ Saragossa / Valencia/ undwar nun darauf bedacht/ ein geordnetes Regiment herzustellen.Fromm/ milde (d. h. nur gegen seine Glaubensgenossen!)/ weiseund gerecht, vermehrte er die Zahl der Richter, der Schulen,der Moscheen und besoldete an diesen Lehrer deS Korans nachder Doetrin El-Ausei's aus Damask, welche jedoch späterdurch die des Malek-ben-AnaS verdrängt wurde. Er ließ Geldprägen und verschönerte namentlich Cordova, wo er eine Moscheeerbaute, die, wie er wollte, den berühmtesten deS Orients nichtnachstehen sollte, aber erst nach ihm vollendet wurde; auch pflanzteer die erste Palme in Spanien, und liebte es überhaupt, mitErinnerungen an die Heimath in dem Lande, wo er stch stets alsFremdling betrachtete, stch zu umgeben; und im Ganzen wurdendie Araber niemals recht heimisch auf spanischem Boden, wie siedenn auch in ihrer fast schmerzlichen Vaterlandsliebe die Städte-namen Sevilla, Cabra, Elvira, Jacn rc. umwandelten in Emesa,Wasita, Damask, Quinsarina u. a. Abd-e r-rh aman herrschte 30Jahre lang und hatte Heschäm (Hixem), den er schon vorherzum Mitregenten erwählt, zum Nachfolger. Seine Brüder jedochverweigerten den Gehorsam, erregten Meutereien in mehrerenProvinzen und mußten mit Gewalt unterworfen werden. Nachdemer sich auf dem Throne befestigt, gedachte er die Eroberung Spa-niens zu vollenden durch Verkündigung deS heiligen KriegeS(791) und schickte Abd-el-Vaid mit 30,000 Kriegern widerdie Asturier, der seinen Verwüstungszug bis Lugo fortsetzte. Inder spanischen Mark regierte damals Bermudo, der Diakon(780—91), welcher selbst hochbejahrt, den Oberbefehl den kräf-tigeren Handen von Alphons, dem Sohne Froila'S, über-ließ ; dieser warf energisch den Feind zurück und nahm ihm dasEroberte und Erbeutete wieder ab. Auö Dankbarkeit überließBermudo dem jungen Helden die Krone (791), auf welche er