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ohnehin ein Näherrecht besaß; Alphons/ der nicht nur aus demeigenen Gebiet die Araber fern zu halten wußte / sondern sogarsiegreich bis Lissabon vordrang/ erwarb durch seine Smenrcinheitden Beinamen der Keusche. Karl dem Großen sandte erGeschenke und erhob sein Land zu großer Blüthe; trotzdem bil-dete sich eine Partei gegen ihn/ die ihn absetzte und iwö KlosterAbeila einsperrte; als aber die Araber abermals drohend heran-zöge»/ nahm man zu ihm wider die Zuflucht (801) und er erfochtneue Siege.
Nebst Abd-el-Vaid war ein anderer Feldherr- / Abd-el-Malek/ ausgezogen/ hatte das Narbonnensische Gallien verheert/die Beste Girona genommen/ die Vorstädte von Narbonnr nieder-gebrannt und die Christen KclüberienS in die Berge getrieben;die sich bei Carcassonne sammelnden Grenz- oder Markgrafen unterdem Grafen Wilhelm von Toulouse/ dem die Vertheidigungder südlichen Provinzen übertragen war/ mußten der Uebermachtweichen und die Sarazenen durchzogen Septimanien/ von wo siemit vielen Gefangenen und großer/ zum Ausbau der Moschee zuCordova bestimmter Beute/ wenn auch mit ansehnlichem Verlustan Kriegern / nach Spanien zurückkehrten. Diese Moschee dien:jetzt als Kathedrale/ ist 600 Fuß lang und 250 Fuß breit/ hat1083 Säulen won Marmor und Jaspis / die 19 Schiffe bilde»/von denen ein jedes eine mit Basreliefs verzierte bronzene Thürehat; die mittelste dieser Thüren ist vergoldet. DeS NachtS brann-ten 4700 Lampen/ welche 120/000 Pfd. Ocl jährlich verbrauchten;ebenso groß war der Verbrauch von Alocholz und grauem Ambra.
Al-Hakem. 700.
Hixem war kein Freund des KricgslärmS/ sondern liebtemehr den Genuß und die Künste des FriedenS/ baute/ dichtetesogar/ legte Gärten an und gründete Schulen; auch legte er denChristen die Verpflichtung auf/ die Sprache ihrer Herren zu er-lernen und in ihren Urkunden dem Latein zu entsagen. Betschwächlicher LeibcSbeschaffenheit ließ er (795) seinem Sohn AlHakem als Nachfolger huldigen und starb im darauffolgendenJahre. Aber der junge Khalif achtete wenig der Rathschläge/welche ihm sein Vater ertheilt hatte / war eitel und eingebildet/roh und heftig bis zur Grausamkeit. Seine Oheime traten wiedermit ihren alten Ansprüchen hervor/ während die Franken allmäligdaS Narbonnensische Gallien zurückeroberte». Der tapfere Fo-
uru, Weltgeschichte. V 49