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zu gänzlicher Enthaltsamkeit verpflichtet. Diese Anordnungengelten noch in der griechischen Kirche. Den Bischöfen/ welchedurch die Moslim von ihren Sitzen vertrieben worden oder die-selben gar nicht hatten antreten können/ wurde Beibehaltung desTitels und Rangs zugesprochen; daher der Ursprung der Bischöfein I»ktrti>iu8 inliäolium. Dieses Concil wurde von dem h. Stuhlenicht anerkannt*).
Den letzten Theil seiner Regierung verbrachte Constantinin innerem und äußerem Frieden. Gegen Ende seines Lebens
*) Die Griechen nennen dieses Ooueilium llwullanum ; seine voll-
ständige latein, Benennung ist 8z-nockus guinisexta ck'rullaiiii. Oanones«extue (!) 8^'nocki, in VruIIo celedratLe, ex klraeoi« Dxempiaribn« cko-numpti, intei'prete Kentiana Uerveta Xurelianensl. „Die so viele Jahrespäter entworfenen, nach dem Sinne des Hofes gemodelten Canone» hät-ten die Griechen gar zu gerne dem VI. ökuin. Concil unter die Füßegeschoben. Der Gallikaner Aler. Natalis k. X goß darüber seine Ge-lehrsamkeit aus und baute Schlüsse auf Schlüsse ohne Fundament, weilohne gründliche Würdigung der Acten und des wahren Thatbestandes.Man weiß nicht einmal sicher das Jahr dieser Aftersynode, welche der 5. und6. allgemeinen die Krone aufsetzen sollte, anzugeben, und Pagi brachtenur als wahrscheinlich heraus, sie sei schon Vgl eröffnet worden, da eswieder eine Palast-Revolution gab, in deren Folge statt Paul ein Kalli-nikus Patriarch wurde 692. M. vergl. IReoxlmnes eck. Uonn. x. 558."—-„Die Griechen sahen und fühlten allerdings, welch ein jäm-
merlicher Zerfall sich in Folge ihres Widerspruches und ihrer Zänkereienergeben hatte, während über dem mit Rom geeinigten kathol. Occidentein freundlicher Maihimmel lachte und zahlreiche kirchliche Pflanzungenund Anstalten in jugendlicher Frische ihre Blüthen entfalteten und herr-liche Früchte trugen, ob auch mitunter von Stürmen geschüttelt und be-schädigt." Damberger A. a. O. II. Man vergl. hiemit das folgendebitrer-süße Gesiändniß Gibbon's: „Die obscuren italien. Theologenhatten weder Soldaten zur Unterstützung ihrer Meinungen, noch Schätze,um Anhänger zu erkaufen, noch Beredsamkeit, um Proselhten zu machen;ich wüßte daher nicht zu sagen, durch welch arglistige Mittel sie den stol-zen Kaiser der Griechen bestimmen konnten, den Katechismus seiner Kind-heit abzuschwören und die Religion seiner Vater zu verfolgen." (K. XI-VII.)Sieht man von der fast diabolischen Entstellung der Wahrheit in diesenWorten ab, so gibt auf die Frage des Protestanten ein anderer Prote-stant eine Antwort, die so ziemlich das Richtige trifft: „In den Streitig-keiten über die unergründlichen Geheimnisse Gottes findet man bei denPäpsten weniger große Bewegungen als eine gewisse Würde." I. v.Müller, Reisen der Päpste. D. B.