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byzantinische Ruhmredncrei bezeichnen; vielleicht reduzier sich dasGanze darauf/ daß Constantin die Araber von ferneren Ein-fällen in sein Reich zurückhielt. Eine neue Plage desselben warenindeß die Bulgaren. Nachdem Heraclius es dahin gebracht hatte(630)/ daß sie sich von den Avaren trennten/ für welche sie bis-heran zum großen Schaden Constantinopels gekämpft hatten/ ga-ben sie sich nach dem Gebrauche der Avaren verschiedene Häupterund eines derselben warf sich nun mit seiner Horde auf die nörd-lichen Grenzen des Reichs. Geringen Widerstand findend/ gingensie über die Dona»/ unterwarfen Untermösien (678) und nahmenden Avaren das slavische Land/ welches seitdem Bulgarien heißt.Nachdem ihnen Constantin vergeblich mit Waffengewalt ent-gegengetreten/ mußte er sich herbeilassen/ ihnen einen jährlichenTribut zu zahlen. Diese Bulgaren machten einen Dritthcil ihrerNation aus/ andere blieben mit den Avaren vereinigt; die genOsten wohnenden dehnten sich bis zum Don und dem schwarzenMeere aus und verschmolzen sich mit den Khazarcn.
Sechstes ökumenisches Concil. 680 .
Weniger leidenschaftlich als seine Vorgänger den scholastischenSpitzfindigkeiten ergebe»/ zeigte der Kaiser wenigstens den ernst-lichen Willen/ dem religiösen Partei- und Schiömenwesen durchdas einzig wirksame Mittel / Ueberzeugung und Versöhnung / einEnde zu machen. Er berief daher — ohne daß anfänglich der h.Stuhl geneigt gewesen wäre, die monotheletische Ketzerei/ dielängst kanonisch entschieden war.- nochmals einem Concil vorlegenzu lassen — in den Kuppelsaal (in trullo) nach Constantinopel dassechste allgem. Concil, welches nach reiflicher Prüfung der Texteder h. Väter, sowie der Verfälschung derselben durch die Sektirer/die Verdammung derjenigen auösprach, welche in Jesu Christoeinen einzigen Willen und eine einzige Wirkungsweise annahmen.Da in diesem und dem vorhergehenden Concil keine Canoneshinsichtlich der Kirchendisciplin entworfen worden, versammelteder Hof im nämlichen Saale noch ein Concil, das zur Vervoll-ständigung deö 5. und 6. dienen sollte und daher qolni-soxtumheißt. Seine wichtigste Constitutiou ist diejenige, welche in derorientalischen Kirche den Klerikern untersagt, nach Empfang derWeihen in den Stand der Ehe zu treten, den Verheirathetenzwar gestaltet, die Ehe fortzusetzen, aber ihnen auferlegt, vor dengroßen Festen sich ihrer Weiber zu enthalten, sowie die Bischöfe