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reif zu machen. Er vermag zwar der Verhaftung durch die Ver-schwornen über die Meerenge zu entkommen und findet da einigenZulauf, aber man bemächtigt sich feiner Person und bringt ihnin den Palast, wo er (797, 19. Aug.) in dem Gemache, in wel-chem er vor 25 Jahren geboren worden, geblendet wird, undzwar, wie einige GeschichtSschreiber behaupten, in so roher Weise,daß er nach wenigen Tagen an den Folgen gestorben *). Zweiseiner Oheime, die in der Sophienkirche ein Asyl gesucht, wurdennach Athen verbannt, aber bald darauf hingerichtet, als sie eineMeuterei anzustiften versuchten. Mit ihnen endete so schrecklichdaS von dem Jsaurier vor 80 Jahren gegründete Haus der bildcr-stürmcnden Kaiser!
Irene. tS8.
Irene, die erste Frau, welche in ihrem eigenen Namenden Thron der Cäsaren einnahm, suchte in der Masse des Volksund des Klerus eine Stütze durch Begünstigung des Bilderdien-stes. Auf Anliegen des Patriarchen TarasiuS hatte sie einConcil in der Hauptstadt versammelt, an welchem auch Legatendes Papstes Hadrian Theil nehmen sollten, aber die von Jkono-klaften und Gegnern deS Patriarchen aufgestachelte Soldateskahatte die Synode aus einander getrieben. Aber alS der Tumultsich gelegt, veranstaltete sie im folgenden Jahre zu Nicäa einConcil, an welchem 367 Bischöfe und Acbte Theil nahmen undwelches unter Verwerfung deS Pseudo-ConcilS der Jkonoklastendie sechs ersten allgemeinen Concilien anerkannte. Seine Akten sindwahrscheinlich inrerpolirt, aber die in der siebenten (vorletzten)Sitzung erlassene Erklärung über den Bilderdienst lautet im We-sentlichen folgendermaßen: „Wir halten fest alle von der Kirchegeheiligten und uns anvertrauten, sowohl nicht geschriebenen alsschriftlich verfaßten Traditionen, wozu insbesondere gehört diemit der Verkündigung des Evangeliums übereinstimmende, bild-liche Darstellung, insofern sie zu der Ueberzeugung von der wahr-haften und nicht blos eingebildeten (» Mensch-
werdung des Wortes Gottes, gleich wie zu unserem Nutzenund Frommen sonst förderlich ist . . . Wir erklären und setzen
*) So berichtet Theophancs, nach Cedrennö jedoch hat er noch vieleJahre gelebt. D. B.
Cantu, Weltgeschichte V.
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