Band 
Fünfter Band.
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die Meisten der gestürzten Hofpartei/ Irene jedoch ward in ehr-- erbictigcr Weise in den Palast geführt/ welchen ste am Ufer deSPropontis zur Bergung ihrer Schätze erbaut hatte. Um des Heereswillen, dem er seinen Sieg verdankte, unternahm der leidenschaftlich unkluge und schwache junge Fürst einen wenig erfolgreichenKriegszug wider die Bulgaren; ebenso unrühmlich fiel ein Feld-zug wider die Araber nach Asien auö, was denn doch Conftan-tin bestimmte, trotz der Unzufriedenheit jener armenischen Sol-daten, auch vernünftigere Rathschläge anzuhören und sich mitder Mutter auszusöhnen (792) zum Heile des Staates, den ernicht zu lenken vermochte. Ein abermaliger Bulgarenzug endeteentschieden unglücklich, was plötzlich den wankelmüthigen Kaiser» gegen seine bisherigen besten Freunde so argwöhnisch stimmte,daß er Nikephor und seine übrigen Oheime, ja selbst den Pa-triziuS Alexius Moslem, den Befehlshaber der armenischenLegionen, geißeln und scheeren läßt. Diese Soldaten aber, wüthendüber solche Undankbarkeit für die bewiesene Treue, brechen inoffene Empörung aus und verhaften, mißhandeln die ihnen ge-gebenen neuen Führer, wie die Oberbefehlshaber der gegen siegesandten Truppen; nun zog Constantin alle seine übrigeStreitmacht zusammen, schloß die Meuterer in der Stadt Kama-chos ein, bewältigte sie, ließ die Rädelsführer enthaupten odersonst hart strafen und führte viele der Soldaten in Fesseln nachder Hauptstadt, von wo sie auf die Inseln vertheilt wurden. Da-mit hatte er sich selbst den Boden unter den Füßen hinweggezogcn,seine ehrgeizige Mutter aber war ihrer erbittertsten Feinde ledigund konnte um so sicherer deS baldigen Triumphes gewärtig sein,da ihr Sohn an einer friedlichen und geordneten Regierung inseinem Uebermuthe keinen Gefallen zu finden schien. In seinemZorne gegen ihre Landöleute ward ihm seine nie geliebte Ge-mahlin Maria vollends verhaßt und er verstößt sie in ein Kloster,um sich mit Theodota, einem Hoffräulcin seiner Mutter, zuvermählen (795). Ueber diese freche Verletzung deS h. Sakra-ments der Ehe, diese Verbindung, welche die Kirche nur alsConcubinat anerkennen konnte und in Folge deren die Thronfolgein heillose Verwirrung gestürzt werden konnte, entstand eine Auf-regung, die vom glaubenstreuen Klerus in alle Schichten desVolkes sich verbreitete, und es bedurfte nur noch unrühmlicherFeldzüge wider Bulgaren und Araber, um den nun völlig vonJkonoklasten und seichten Aufklärern geleiteten Kaiser zum Sturze