Band 
Fünfter Band.
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dauernden Friedens zwischen Morgen- und Abendland ihr seineHand anzutragen. Der Vorschlag gefiel der Kaiserin/ aber ihreHof-Eunuchen fanden/ die Annahme desselben würde einem feigenAufgeben der Selbfiftändigkeit deS griechischen Reiches gleich-kommen; namentlich erklärte dies der mächtige Eunuch Aetius/der gerne seinen eigenen Bruder Leo/ den Statthalter von Thra-kien und Makedonien, mit der Kaiserin vermählt gesehen hätte.Aber den übrigen Großen mißfiel hinwieder dieser Leo, und umseine und seines Bruders Ablichten zu vereiteln/ schmiedeten ^sieein Komplott/ um einen der ihrigen, den reichen PatrizierRikephor, auf den Thron zu setzen. Nun verbreiteten siedas Gerücht/ die Kaiserin wolle sich mit Karl vermählen/ umdann den Sitz des Reiches in'S Abendland zu verlegen/ wodurchByzanz wieder eine unbedeutende Stadt werde / wie eS vor demgroßen Conftantin gewesen. Durch solche und andere Märchenentfremdeten sie der Kaiserin die Gemüther der Byzantiner/ dran-gen endlich in den Palast, bemächtigten sich Irenens und führ-ten Rikephor im Triumphe nach der Sophienkirche / um ihnunter dem Jubel der Großen — das Volk benahm sich theil-nahmslos/ eher unzufrieden — zu krönen (802/ 31. Okt.). Ni-kephor verhielt sich ehrerbietig gegen die Kaiserin, bis er ihrdas Geheimniß entlockt/ wo sie ihre Schätze verborgen hatte.Alsdann brach er sein feierliches Versprechen und verbannte siein ein Kloster/ sodann nach LesboS, wo sie in Kummer ihreTage endete.

Achtes Kapitel.

Wie fränkischen Hansmaier. — Karl Martell undseine Söhne.

Basina, die ehebrecherische Gemahlin deö ThüringerkönigS(S. ob. S. 235)/ sprach in der ersten Nacht/ wo sie das Lagerdesjenigen theilte/ der sie zur Mutter Chlodwigs machen sollte/zu ihrem Geliebten: Laß uns Enthaltsamkeit üben / erhebe dich/und was du im Hofe des Palastes erblickest/ wolle eS deinerMagd berichten. Er erhob sich und erblickte Löwen/ Einhörner,Leoparden mit wilden Sprüngen ihr Spiel treibend, und berich-