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Als Chlotar Ik -je vier fränkischen Königreiche NeustrieN/Austrasien/ Burgund nnd Aquitanicn unter seine Herrschaft ver-einigte/ hätte das Land zu seiner Erholung nichts nothwendigerals eines langen Friedenö bedurft; statt dessen aber trug Allesdazu bei/ dessen Kräfte vollends zu erschöpfen. Die Herrschaftder Merovinger war ein Ucbergang von der Barbarei zur Ord-nung/ für die Zukunft gründete ste noch nichts. AuS der Der-Mischung der Eingebornen mit den Eroberern verschiedener Na-tionalität waren mehrere Staaten hervorgegangen und sodannhatten stch dieselben einander unterworfen. Nach Außen warenThüringer/ Bayer«/ Alemannen bald Sieger/ bald Besiegte/ stetsaber ununterworfen; ließen Friesen und Sachsen nicht ab/ Austra-sien/ Briten und Armoriker Neustrien zu bekriegen; in der Pro-vence/ in Narbonne und Aquitanien trachtete die römische Be-völkerung sich unabhängig zu machen/ und die Städte/ welche sichnoch einen Ueberresi municipaler Einrichtungen gerettet hatten/stellten den Waffen der Franken ihre Bünde entgegen. Die Nie-derlassung dieser Eroberer in Gallien hatte sie germanischen Sir-ten entfremdet und die Freien nahmen an Zahl und Einfluß ab/während ihre allgemeinen Versammlungen aufhörten. Der Klerushatte die Laien von der Wahl der Bischöfe auögcschloßen/ jedochgelangten diese in Gallien nie zu so großer Gewalt wie in Spa-nien/ da sie von den Königen beschränkt wurde«/ von denen sieauch meistens die Investitur erhielten/ während sie häufig ausdem Geschlechte der Eroberer gewählt waren und kein anderesVerdienst hatte«/ alö daß sie dem Herrn zu schmeicheln und ihmzu gefallen verstanden. Die Suprematie deS römischen Stuhleswar anerkannt/ aber die zumeist selbst bedrängten Päpste hatteneinen großen Theil ihrer Gewalten dem Bischof von ArleS über-tragen/ wodurch ihre Beziehungen zu dieser gleichsam an ihremBusen großgesäugten Monarchie immer-spärlicher wurden. DerKönige StaatSkunst bestand darin / sich alö Erben deö römischenReichS zu geriren und auf dessen Trümmern ihre Autorität zubegründen; aber vermöge ihrer ursprünglichen Eigenschaft/ wo-durch sie nur die Ersten unter ihres Gleichen waren/ konnten siediese große Bewegung nicht ungehindert durchführen/ um stch umein Wesentliches über die Menge der großen Eigenthümer/ unterwelche das Land vertheilt war/ zu erheben. Aber auch diese Ari-stokratie ermangelte der nothwendigen Kraft/ um in der neuenGesellschaft zu herrsche«/ weil sie in nichts unter sich einig war