Band 
Fünfter Band.
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alS darin/ die königlichen Vorrechte möglichst zu beschränken.Bereits hatte sie dem FiskuS große Begünstigungen abgenöthigt/die Verwandlung der ursprünglich zeitweiligen Beneficien undEhrenämter in lebenslängliche durchgesetzt und im Vertrag vonAndelot (587) erlangt/ daß die den LeudeS zur Belohnung ge-gebenen Ländereien Erbgüter sein sollten. Brunehild/ welchediesem Uebergewicht des Grundadels steuern wollte/ ward einOpfer des zwischen den Herren und dem Könige ausbrechendenKriegs. Chlotar 11 gab die Güter zurück/ welche ste an dieKrone heimgebracht hatte/ und vervollständigte hiedurch (614)den Vertrag von Andelot/ an welchem Neustrien steh nicht be-theiligt hatte. Nachdem der Grundadel in solcher Weise seineAnsprüche durchgesetzt und rechtskräftig gemacht hatte/ kam er ausseinen oft fernen Sitzen nicht mehr zum Besuch der allgemeinenVersammlungen/ in der Furcht/ die Könige möchten diese Ge-legenheiten benutzen wollen/ seinem Ehrgeize und seiner HabsuchtSchranken zu setzen; ebenso wenig fand sich die Masse der immermehr verarmenden und auf Befriedigung der Lebensbedürfnissedurch Arbeit immer dringender angewiesenen Freien ein. Somitverloren die germanischen Einrichtungen ihre eigentliche Grundlage.Die März- oder Maifelder wurden immer seltener und bestandenam Ende nur aus den Palastbeamten und einigen der mächtigstenBarone.

Indem die australischen Franken an Rhei»/ Mosel und MaaSsich niederließe«/ hatten sie den großen Kriegszügen zwar ent-sagt/ aber als nächste Nachbarn deö alten Germanien doch einigeEigenthümlichkeiten desselben beibehalten. Zum Theil zogen sienoch in Horden aus/ um Raubzüge nach Italien oder in's süd-liche Gallien zu unternehmen/ zum Theil waren sie aber bestrebt/eine gehörige Ordnung und gute Einrichtungen bei sich einzu-führe»/ blieben in ihren Besten und verbanden in kräftiger undeigenthümlicher Weise den unruhigen Geist von Eroberern mitder Stetigkeit von Grundbesitzern. Die im Herzen Galliens sitzen-den Neustrier dagegen verweichlichten durch den Frieden und ge-wöhnten sich/ ihre kriegerischen Brüder als Barbaren zu betrachten.

Hausmaier.

Bereits die römischen Kaiser hatten mit den verschiedenenDiensten ihres HofeS/ selbst den gemeinsten/ Ehrenstellen verbun-den. Hierin ahmten ihnen die germanischen Könige nach/ in deren