Band 
Fünfter Band.
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wählen, aber noch verweigerten sie es, ein solches Recht sich an-zumaßen *).

Die innere Ruhe gestattete dem Reiche, sich in eovas zu er-holen. ES eröffneten sich Handelsverbindungen mit England,Spanien, Italien, Syrien, Egypcen, Afrika. Die Sachsen, welcheneuerdings Einfälle unternommen hatten, wurden von den beidenKönigen jenseits der Weser geschlagen (623) und mußten wiederwie vordem einen Tribut von 800 Kühen entrichten. Als Chlo-tar starb (628), würde die unheilvolle Theilung des Reichs unterseine Söhne wieder stattgefunden haben, hätte Pipin die Ren-strier und Burgunder nicht vermocht, Dagobert als König an-zuerkennen, der bereits seit sechs Jahren über Austrasien herrschte;sein Bruder Charibert wurde jedoch in Aquitanien, wohin erentwich, zuni König ausgerufen.

Dieses Grenzgebiet Galliens längs des westlichen Abhangesder Pyrenäen, bewohnt von den Uebcrresten der alten Iberer(Basken oder Gascogner), war durch die Uebergriffc der Römerund Gothen stets verkleinert worden. Als die Franken diese letz-ter« zurückgetrieben hatten, unterwarfen sie die BaSken nicht; imGegentheil sahen die kleinen Bearner zu ihrem Schrecken zurZeit Chlotar II diese riesigen Bergbewohner in ihren grobenrothen Kapotmänteln und roßhaarcnen Kamascheu von den FelsenHerabsteigen und das Land besetzen, dem sie den Namen Gascognegaben. Ihr Herzog Am and« 6 hatte seine Tochter Giseladem Charibert zum Weibe gegeben, welcher bei seinem baldi-gen Tode drei Söhne, Hilderich, Boggis und Bertram,hinterließ. Als der erste eines gewaltsamen TodeS starb, suchteDagobert Aquitanien mit der Krone zu vereinigen, aber derHerzog von Gascogne nöthigte ihn (637), es seinen beiden Neffenals tributpflichtiges Hcrzogthum zu überlassen; dasselbe ging so-dann an Eudes über, den man für einen Sohn des BoggiShält, und die Herzoge von Aquitanien, die größten Vasallen derfränkischen Krone, wurden die Hauptstütze des sinkenden merovin-gischen Hauses, unter dessen Trümmern sie sich begruben.

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