Band 
Fünfter Band.
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AIS Arnulf in ein Kloster ging, wurde sein Nachfolger aufdem Throne von Metz Chuniberi, Bischof von Köln, auf dessenRath Pipin die Gesetze aller unter Dagoberts Herrschaftstehenden germanischen Völker sammeln ließ. Dank den Rath-schlägen seiner beiden Minister, konnte der König seiuen Unter-thanen manche heilsame Erleichterung ;u Theil werden lassen.Er zog in seinen Staaten umher, um persönlich des Rechtes zupflegen, beschützte auch den Handel und stiftete die Messe vonSt. DenyS, welche jährlich vier Wochen lang eine Menge Sach-sen, Spanier, Langobarden, Proven^alen dahin zog; auch nachAußen hin eröffneten sich die Franken Handelsverbindungen, undbereits so civilisirt, daß sie ein Bedürfniß für indische Produkteund die Waaren deö griechischen GcwerbflcißeS hatten, unter-nahmen es einige Barone, mit Gewalt sich eine Straße vonFranken nach Constantinopel durch das Donauthal zu eröffnen.Von Bayern aus verfolgten sie ihren Weg bis an'S schwarzeMeer und führten unter dem Schutz einer hinreichenden Krieger-zahl ihre Handelsgüter durch daS Land der Avaren und Bulgaren.Ein gewisser Samo aus Sentgau im Hennegau hatte seine Hei-math als Handelsmann verlassen und sich unter einem Stammevon Veneden (wahrscheinlich Böhmen oder Tschechen) niederge-lassen (625). AlS nun der Chagan der Avaren um diese Zeitstarb und alle Völkerschaften, die ihm gehorcht hatten — wie einstnach dem Tode Attila'S der Fall gewesen — das Joch ab-schüttelten, wußte Samo sein Adoptivvolk, unter welchem er zugroßem Ansehen gelangt war, so wohl zu leiten, daß es eine voll-ständige Selbstständigkeit erlangte. ES lohnte ihm dafür, indemes ihn als König anerkannte, und er nahm 12 Weiber, die ihm37 Kinder, darunter 15 Mädchen, gebaren. Als aber seine Unter-thanen einen fränkischen Handelszug angefallen und geplünderthatten, verlangte Dagobert hiefür Genugthuung und Samo,dessen Gewalt nicht so weit reichte, die Seinigen zur SchadloS-haltung der Franken zwingen zu können, versuchte Dagobertzu bewegen, freundschaftliche Beziehungen mit den Slaven zueröffnen. Der Gesandte SicariuS antwortete ihm jedoch: Esist unmöglich, daß christliche Diener Gottes mit Hunden sich ver-binden, auf welch hochmüthige Erklärung Samo antwortete:Seid ihr die Diener, so sind wir die Hunde Gottes, und da ihrso viele Missethaten wider Gott begeht, so haben wir von ihmdie Erlaubniß erhalten, euch zu beißen. Somit begann der Krieg